Das hier ist die genialste Antwort auf Nazidemos

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In den vergangenen Wochen fanden wahrscheinlich Dutzende Demonstrationen gegen Flüchtlinge und Ausländer statt. Für Deutschland sind diese Aktionen eine Schande, die schwer zu ertragen ist. Doch es gibt immer wieder grandiose Ideen, um den Rechten die Stirn zu bieten, ihre Parolen als Unsinn zu entlarven und ihnen zu zeigen, dass sie nur eine winzige Minderheit der Deutschen repräsentieren.

Eine dieser Ideen ist der "Spendenlauf" der Aussteiger-Organisation Exit. Der Aufmarsch von Neonazis wird dabei zu einem Spendenlauf für Naziaussteiger.

bad nenndorf

Der Hintergrund: Einmal im Jahr veranstaltet die NPD in der Kleinstadt Bad Nenndorf in Niedersachsen einen sogenannten "Trauermarsch" für die deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges. In diesem Jahr fiel die Demonstration der Rechten auf den 1. August.

Fabian Wichmann, einer der Organisatoren der Aktion gegen den "Trauermarsch", nennt es den "unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands". Funktionieren tut er so: Für jede Minute, die die Neonazis marschieren, spenden die Menschen in Bad Nenndorf einen Geldbetrag für die Organisation Exit, die Nazis beim Ausstieg aus der Szene hilft. Je länger die also marschieren, je mehr Geld kommt zusammen, um den rechten Umtrieben ein Ende zu machen.

Dazu passt auch, dass die Nazis von den Bürgern während der Demo mit Essen, wie Bananen versorgt werden, so dass sie länger marschieren können. Die Bananen tragen eine Banderole mit der Aufschrift "Mein Mampf":

bananen

Auch anfeuernde Parolen auf der Straße fehlten nicht:

nazis

Auch in der Stadt Wunsiedel fiel Exit mit einer ähnlichen Aktion schon auf. Sie war so erfolgreich, dass sie in diesem Jahr auch in Bad Nenndorf stattfand.

Und das ist das Ergebnis:

Die Bürger in Bad Nenndorf haben mit ihrem Protest aber auch schon in den vergangenen Jahren Erfolge gegen die "Trauermärsche" erzielt. Kamen zu den Märschen vor ein paar Jahren noch mehr als 1000 Neonazis, waren es im vergangenen Jahr laut den Veranstaltern der Gegendemonstrationen nur noch 200. Nächstes Jahr könnten es dann noch weniger sein.


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