POLITIK
01/08/2015 14:46 CEST | Aktualisiert 01/08/2015 14:59 CEST

BKA schlägt Alarm: Angriffe auf Flüchtlinge steigen dramatisch an

getty
Die Zahlen des BKA sind alamierend

Die rechte Gewalt gegen Ausländer in Deutschland zieht immer größerer Kreise:Beinahe wöchentlich gehen Flüchtlingsunterkünfte im Flammen auf, vor den Aufnahmestelle wie im sächsischen Freital stellen Bürger ihren Fremdenhass zur Schau.

Die Sorge: Dass die Gewalt auch Menschenleben kostet. Nachdem erst am gestrigen Freitag der Verfassungsschutz vor Anschlägen auf bewohnte Flüchtlingsheime gewarnt hatte, bei denen Menschen verletzt oder getötet werden könnten, schlägt nun auch das Bundeskriminalamt Alarm.

Die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sind im ersten Halbjahr des Jahres dramatisch angestiegen. Dies geht aus einem vertraulichen Papier vom Bundeskriminalamt hervor. Wie der "Spiegel" berichtet, verzeichneten die Behörden in den ersten sechs Monaten des Jahres bundesweit 199 Übergriffe auf Ausländer.

Die Zahlen sind dramatisch. Das BKA stellt eine "drastische Erhöhung von Übergriffen" fest. 37 mal wurde Feuer gelegt oder mit Feuerwerkskörpern hantiert. Das Thema Flüchtlingspolitik sei "geeignet", am rechten Rand der Gesellschaft "einen inhaltlich-ideologischen Konsens zu generieren", konstatiert das BKA.

Von den 341 Tatverdächtigen konnten die Behörden bisher 148 namentlich ermitteln: Von ihnen sind jedoch nur etwa 10 Prozent schon einmal wegen ausländerfeindlicher Delikte auffällig geworden, etwa 100 Verdächtige sind unter 25 Jahre alt, 19 von ihnen gar unter 18.

Die Behörde erklärte, dass davon auszugehen sei, dass die "hetzerische Aufbereitung des Flüchtlingsthemas die Vorstellung einer völkischen Ideologie weiter verstärkt". Während in der Hauptstadt Berlin die Attacken auf Migranten rückläufig waren, wurden in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen und Rheinland-Pfalz ein starker Anstieg rechter Gewalt verzeichnet.


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