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Ein Unternehmen ersetzte fast alle Mitarbeiter durch Roboter. Die Folgen sind bemerkenswert

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INDUSTRIE 40
dpa
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Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film. Die chinesische Firma Changying Precision Technology Company (CPTC) hat fast alle Arbeiter rausgeworfen und dafür Maschinen eingestellt. "Roboter ersetzen Menschen", heißt das Programm. Darüber berichtet die "Economic Times".

Eine krasse Ansage. Sie zeichnet aber die Zukunft von vielen Unternehmen vor - und, wie wir in Zukunft arbeiten werden. Alleine in Dongguan, wo CPTC sitzt, sollen bis 2016 bis zu 1500 solcher Programme umgesetzt werden. Die Region ist soetwas wie das Silicon Valley von China. Die Automatisierung kommt hier nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen gelegen - das Land kämpft mit einem dramatischen demographischen Wandel.

Was das bedeutet, lässt sich in der CTPC-Fabrik in China gut beobachten. Ein Robo-Arm erledigt laut "ET" dort den Job von sechs bis acht Arbeitern. Vor einigen Monaten fertigten in der Fabrik 650 Menschen Telefonmodule. Nun sind es nur noch 60, bald sollen es 20 sein. Ihre Arbeit haben laut Bericht 60 Roboter übernommen - sie polieren Tag und Nacht die Teile auf zehn Produktionslinien.

Die Folgen sind dramatisch. Durch die Umstellung der Produktion ist die Fehlerrate in den Produkten von 25 auf fünf Prozent gesunken, berichtet die "ET". Außerdem kommen nun nicht mehr 8000, sondern 21.000 Teile auf jeden Arbeiter, die er pro Monat produziert.

Doch nicht nur in China schreitet die Automatisierung unaufhörlich voran. Amazon hat den Einsatz von Robotern in den Lagern massiv ausgeweitet. Und Siemens-Chef Joe Kaeser nannte die Automatisierung 2014 in einem Gastbeitrag für die HuffPost eine "Jahrhundertchance für die deutsche Industrie". Doch die Maschine werde den Menschen "nicht in ihrem Räderwerk verschlucken. Der Mensch wird auch nicht überflüssig werden. Im Gegenteil: Es wird auf ihn und seine Kompetenz an der Schnittstelle Mensch-Maschine ankommen", so Keaser.


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