WIRTSCHAFT
15/07/2015 17:50 CEST | Aktualisiert 16/07/2015 18:30 CEST

Die Ausreden dieses Azubis werden Sie so bald nicht vergessen

Wenn es so etwas wie den Ausreden-Weltmeister-Pokal gäbe - Cyril wäre ein heißer Kandidat dafür.

Cyril arbeitet für die Schweizer Werbeagentur FS Parker. Und um genau zu sein, ist er gar kein Azubi mehr. Denn er hat soeben seine Prüfung gemeistert und die Ausbildung - erfolgreich - abgeschlossen.

Aber von vorn.

Zum Abschied haben seine Kollegen ihn mit einem ganz besonderen Geschenk gedankt und das hat ihn in der ganzen Schweiz bekannt gemacht.

Sie posteten bei Facebook eine ganze Reihe von Kurznachrichten. Abgeschickt von Cyril. Man könnte auch sagen: Es waren durchaus charmante Ausreden, um sich vor der Arbeit zu drücken. Inzwischen ist der Post wieder gelöscht worden.

azubi

Unter die Ausreden von Cyril fallen Entschuldigungen fürs Verschlafen. Fürs verspätete Wecker-Klingeln. All das, was einem Azubi eben so passiert.

Kostprobe gefällig?

„Wäre es wichtig, dass ich heute erscheine?”

„Haben wir viel zu tun?”

„Bin gerade noch am See eine Abkühlung nehmen.”

„Werde heute Morgen bestimmt noch nicht auftauchen.”

So richtig begeistert war sein Arbeitgeber offenbar nicht:

„So eine Antwort erwarte ich vor 9 Uhr. So wie es allen anderen auch machen!”

Nach seiner Ausbildung hat Cyril all seine Ausreden via Facebook nun noch einmal nachvollziehen dürfen.

Aber faul, so sein Chef, sei er keineswegs. Die Aktion war ein Gag, erklärte FS-Parker-Geschäftsführer Hannes Sigrist der Huffington Post:

„Wir hatten Cyril’s beste Entschuldigen als Hommage an einen fantastischen Lehrling gepostet. Mit einem grossen Augenzwinkern und viel Respekt für seinen Abschluss.

Es ging vor allem darum, dass er so herzlich ehrlich und kreativ war in seinen Entschuldigungen und Begründungen. Und zudem hat er sich ja nie vor der Arbeit gedrückt, sondern blieb regelmäßig auch länger im Büro und verpasste so keine Deadline.”

Weiterhin erklärte Sigrist:

„Er kam ab und an zu spät, und hatte tolle Entschuldigen drauf (...). Keinesfalls ist er aber faul oder wollte sich vor Arbeit drücken.”

UPDATE: Der Text wurde um die Stellungnahme des Arbeitgebers ergänzt und an einigen Stellen modifiziert. Zudem haben wir die Überschrift geändert.


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