POLITIK
05/07/2015 10:22 CEST | Aktualisiert 05/07/2015 13:53 CEST

Referendum - und dann? 5 Termine, die Sie kennen müssen

Die Volksabstimmung über den künftigen Spar- und Reformkurs in Griechenland spielt eine Schlüsselrolle im griechischen Schuldendrama. Bei dem Referendum am Sonntag soll die griechische Bevölkerung entscheiden, ob sie Forderungen der Gläubiger zustimmt oder ablehnt (im News-Blog bleiben Sie immer auf dem aktuellsten Stand).

Doch egal, wie das Referendum am Sonntag ausgeht - die Krise wird vorerst anhalten. Genauso wie die Termine, die Athen in den kommenden Wochen wahrnehmen muss.

Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, wie es nach dem Referendum weitergeht mit Griechenland, haben wir die nächsten finanztechnischen Etappen Athens kurz zusammengefasst:

  • 7. Juli: Frühestens am Dienstag könnten Griechenlands Banken und die Börse in Athen wieder öffnen.

  • 10. Juli: Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von 2 Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für das Urteil der Ratingagenturen wichtig.

  • 13. Juli: Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen.

  • 17. Juli: Weitere T-Bills in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig.

  • 20. Juli: Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte es der EZB laut Experten kaum noch möglich sein, weiter Ela-Kredite an griechische Banken zu vergeben.

Derweil hat Wissenschaft-Professor Stathis Kalyvas von der Yale-Universität gesagt, unabhängig vom Ausgang des Referendums werde die griechische Regierung gewaltigen Herausforderungen ausgesetzt sein.

Wenn die "Nein"-Kampagne gewinnen würde, könnte die griechische Regierung damit konfrontiert sein, dass die Länder der Eurozone sich weigern würden, ein verbessertes Abkommen auszuhandeln, da sie Tsipras misstrauten. Aber auch ein Sieg der "Ja"-Kampagne würde den Weg zum Verhandlungstisch nicht vereinfachen. Vielmehr würde dies wahrscheinlich Neuwahlen einläuten - mit der Chance für Verhandlungen über ein verbessertes Abkommen.

Mit Material von dpa

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