POLITIK
01/07/2015 09:24 CEST | Aktualisiert 01/07/2015 10:41 CEST

Tarifkonflikt der Bahn beendet: Weselsky setzt sich durch

Getty

Nach einem Jahr, vielen Drohungen und hunderten Streikstunden ist es erstmal vorbei: Der Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist beendet.

Schlichter Bodo Ramelow bestätigte die Einigung schon am Dienstag Abend via Twitter:

Das zentrale Thema seien weniger Belastungen gewesen, sagte Ramelow. Unter anderem sei der Abbau von Überstunden als Aufgabe für beide Seiten vereinbart worden. 100 Zugbegleiter und 300 Lokführer würden nun zusätzlich eingestellt, kündigte Ramelow an. Es gebe für Arbeitnehmer künftig auch die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu senken.

Außerdem wurde eine zentrale Forderung von GDL-Chef Claus Weselsky erfüllt. Der forderte einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer. "Es gibt seit gestern Abend einen Bundesrahmentarifvertrag Zug", sagte Platzeck. Nach Angaben der Schlichter wurden insgesamt 16 Verträge unterschrieben.

Die Tarifparteien hatten in den vergangenen fünf Wochen in einer Schlichtung verhandelt. Schlichter waren Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Brandenburgs früherer Regierungschef Matthias Platzeck. Sie wollen das Ergebnis am Mittwochvormittag in Berlin verkünden.

Vor der Schlichtung war der insgesamt ein Jahr dauernde Konflikt festgefahren. Neunmal hatten die Mitglieder der GDL die Züge stehen lassen und den Bahnverkehr in großen Teilen zum Erliegen gebracht. Mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte sich die Bahn im Mai auf einen Tarifvertrag geeinigt.

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