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01/07/2015 07:29 CEST | Aktualisiert 01/07/2015 07:35 CEST

Eltern glaubten Impfgegnern: Spanischer Junge stirbt an Diphtherie

Thinkstock
Impf-Debatte: Dieser spanische Junge starb an Diphtherie

Die Masern-Welle in Berlin entfachte erst kürzlich hierzulande eine große Debatte zum Thema Impfung. Viele Eltern halten es immer noch für einen Risikofaktor, der ihrem Kind ernsthaften Schaden zufügen könnte. Viele Experten aber fordern eine staatlich vorgeschriebene Impf-Pflicht.

In Spanien ist jetzt laut dem Nachrichtenportal"The Spain Report" etwas passiert, dass die Impf-Diskussion vermutlich weiter anstacheln wird. Am vergangenen Wochenende starb in Katalonien ein 6-Jähriger an Diphtherie – einer Krankheit, die es eigentlich gar nicht mehr geben sollte.

Der Junge war der erste Diphtherie-Tote in Spanien seit fast dreißig Jahren, denn einen Impfstoff gegen die Immunerkrankung gibt es schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Die World Health Organisation bestätigt, dass die Prävention "eine der sichersten Impfungen ist, die es gibt". Inzwischen wird gerade in den südeuropäischen Ländern oft gegen Diphtherie geimpft, denn dort ist die Gefahr, zu erkranken, größer.

Außer bei dem Jungen wurde die Bakterie, die die Krankheit verursacht, noch bei acht anderen Kindern gefunden. Bei ihnen konnte man aber glücklicher Weise noch Vorkehrungen treffen, bevor es gefährlich wurde. Aber der Junge selbst hatte nicht das Glück. Seine Eltern sagten "The Spain Report" zufolge, dass sie von einer Anti-Impf-Gruppierung "betrogen" worden waren. Die hatte behauptet, dass eine Impfung gegen die Krankheit unnötig sei.

Die Impf-Gegner hatten offenbar vergessen zu erwähnen, dass Diphtherie noch 2013 3.300 Todesopfer in weniger entwickelten Ländern Asiens und Afrikas forderte. Dort haben die Menschen nicht den Luxus, sich für oder gegen eine Impfung zu entscheiden.

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