Forscher entwickeln revolutionäre Krebs-Behandlung - sie bekämpft die Nebenwirkungen von Chemotherapie

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Seifenblasen sind faszinierend und schön anzusehen. Sie können aber noch weit mehr als das. Sie haben Wissenschaftler nun dazu inspiriert, die Art und Weise, wie Medikamente verabreicht werden, zu revolutionieren.

Seifenblasen haben eine besondere Beschaffenheit. Sie sind sowohl flüssig als auch gasförmig, sehr empfindlich und gleichzeitig in sich stabil. Diese Eigenschaften nutzen Forscher, um Medikamente in kleinen Mikro-Seifenblasen zu verpacken.

Eleanor Stride vom Department of Biomedical Engineering in Oxford arbeitet mit ihrem Team seit Jahren an der Erforschung der neuartigen Behandlungsmethode.

Chemotherapie kann durch die neue Art der Therapie revolutioniert werden

Die kleinen Bläschen ermöglichen es den Ärzten, Medikamente besonders genau per Injektion an den Ort im Körper zu transportieren, an dem der Wirkstoff gebraucht wird. Insbesondere in der Behandlung von Krebserkrankungen, also bei der Chemotherapie kann die neu-entwickelte Art der Therapie hilfreich und schonend für den Patienten sein.

Denn eine Chemotherapie soll zwar einen Menschen vom Krebs befreien, ist aber gleichzeitig ein hochgiftiger, schädlicher Chemie-Cocktail, der viel Schaden anrichten kann. Der Körper wird geschwächt und das Immunsystem so sehr zerstört, dass Patienten schließlich sogar an einer Erkältung sterben können. Viele geheilte Krebs-Patienten haben trotz ihrer Heilung ihr Leben lang mit den Kollateralschäden der Chemotherapie zu kämpfen.

Bessere Platzierung und Nutzung des Wirkstoffs

Dies könnte sich nun ändern. Die Bläschen können genauer platziert werden. Sie können gelenkt werden (teils sogar magnetisch) und gezielt die Zellen angreifen, die auch wirklich angegriffen werden sollen. Denn die Bläschen lösen sich erst dort auf, wo sie wirken sollen.

Per Ultraschall werden die Bläschen in Schwingung versetzt. Dadurch dringen sie tiefer ins Gewebe ein als es bisher denkbar war. Dadurch können Ärzte den Wirkstoff effektiver einsetzen. Diese Methode bekämpft den Krebs nicht nur gezielter,sie belastet den Patienten auch wesentlich weniger als bisher. Dadurch verringert sich das Risiko von Folgeerkrankungen stark.

In folgendem Video erklärt Eleanor Stride die Prozedur genau:

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