POLITIK
12/06/2015 12:12 CEST | Aktualisiert 12/06/2015 13:00 CEST

Die SPD hat Angst. Und zwar davor

Getty

Die SPD hat (fast) alles richtig gemacht. Und damit (fast) jede politische Perspektive verloren. Jetzt gibt es diese Erkenntnis schriftlich.

Wie die „Bild“ online berichtet, steht in einem vertraulichen SPD-Strategiepapier für die Führungsspitze, dass die Bundestagswahl 2017 voraussichtlich in eine Schwarz-Grünen Regierung münden wird. Für Rot-Grün werde es nicht reichen.

Dieses Papier bestätigt offenbar, was im März bereits kolportiert wurde: Dass Parteichef Sigmar Gabriel die Wahl bereits verloren gegeben hat.

Die Erfolge rechnen die Bürger der Union an

Nach der Bundestagswahl 2013 hat die SPD das getan, was sie ihren Wählern schuldet. Als Koalitionspartner der Union boxte die SPD große sozialdemokratische Themen – unter anderem den Mindestlohn und die Rente mit 63 - durch. Man fragte sich, wer hier eigentlich der Wahlgewinner war.

Nur: Gebracht hat das der SPD nichts. Ihre Erfolge werden der Union zugerechnet. Das zeigen Umfragen.

Auch die Grünen glaubten nicht an eine Koalition mit der SPD, zitiert „Bild“ das Strategiepapier. Dafür aber glaube Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel an Schwarz-Grün. Die thematischen Überschneidungen seien groß.

Und die Partei steht in wichtigen Teilen hinter ihr. CDU-Vize Armin Laschet hatte im November gesagt: "Schwarz-Grün ist überall möglich". Jetzt also auch offiziell in den Köpfen der SPD.

Hier geht es zurück zur Startseite

Sehen Sie auch:

Video: Kanzlerin auf Fischfang: Hier verschlingt Merkel gleich einen Hering