G7-Gipfel beginnt: Barack Obama in München gelandet

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Kurz vor Beginn des G7-Gipfels ist US-Präsident Barack Obama am Sonntagmorgen auf dem Münchner Flughafen gelandet. Und damit der US-Präsident auch wirklich weiß, dass er in Bayern ist, wurde er stilecht mit Blasmusik empfangen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hatte den Staatsgast in Empfang genommen, der ohne Ehefrau Michelle angereist war. Auf dem Rollfeld ging Obama an einer Reihe bayerischer Bürger in Trachten entlang und schüttelte jedem die Hand. Kurze Zeit später stieg der Präsident der Vereinigten Staaten in einen US-Hubschrauber um und flog in Begleitung von zwei anderen Helikoptern weiter.

So geht es heute weiter für Obama & Co:

Am Vormittag wird der US-Präsident zu einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in dem Ort Krün bei Elmau erwartet. Anschließend geht es zum Treffen der Staats- und Regierungschefs sieben großer Industriestaaten im Schloss Elmau. Am Rande des Gipfels ist am Sonntag auch ein bilaterales Treffen zwischen Obama und Merkel geplant.

Worüber will Obama verhandeln?

Die US-Führung hatte angekündigt, bei Treffen der großen Industrienationen das russische Vorgehen im Ukraine-Konflikt anzusprechen. Der russische Präsident Wladimir Putin war wegen der Annexion der Krim im vergangenen Jahr aus der G8 ausgeschlossen worden.

Dabei gäbe es durchaus weitere wichtige Themen:

Die deutsch-amerikanische Geheimdienstaffäre will Merkel bei ihrem Gespräch mit Obama allerdings nicht zu einem großen Thema machen, wie sie angekündigt hatte.

Was steht am Sonntag sonst noch auf dem Programm?

Auch die griechische Finanzkrise wird die Staatenlenker beschäftigen. Merkel und der französische Präsident François Hollande telefonierten mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

Wie es aus Kreisen der Regierung in Athen hieß, vereinbarten die drei Politiker, sich am Mittwochabend in Brüssel am Rande des EU-Gipfels mit den Ländern Lateinamerikas und der Karibik zu treffen. Griechenland steht vor der Staatspleite.

Vor Ort ist die Lage noch verhältnismäßig ruhig:

Der Gipfelort selbst ist weiträumig abgesperrt. Mehr als 20.000 Polizisten sind in Südbayern im Einsatz. Schloss Elmau bleibt eine demonstrationsfreie Zone. Eine zunächst zugelassene Mini-Demonstration von 50 Gipfelgegnern nahe Elmau wird es diesem Sonntag nun doch nicht geben. Das entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Samstagabend.

Zum Auftakt in die heiße Gipfelphase hatten Tausende Demonstranten am Samstag ein buntes Signal gegen Globalisierung, Armut und staatliche Überwachung gesetzt. Bei einer Auseinandersetzung während der Demonstration in Garmisch-Partenkirchen wurden mindestens ein Polizist sowie einzelne Demonstranten verletzt. Das Aktionsbündnis "Stop G7" sprach von massiver Polizeigewalt. Die Polizei gab an, sie sei provoziert worden.

Mit Material von dpa

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