Stephen Hawking: So denkt der Physiker über Sterbehilfe

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STEPHEN HAWKING
So denkt Stephen Hawking über Sterbehilfe | Getty
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Stephen Hawking, der weltberühmte Astrophysiker, leidet an der Nervenkrankheit ALS. Seit mehr als 40 Jahren ist er deswegen auf den Rollstuhl angewiesen. Kommunizieren kann er nur noch mittels eines Sprachcomputers.

Doch Hawking gilt als einer der brillantesten Köpfe unserer Zeit. Und wenn der Astrophysiker sich äußert, hört nicht nur die Fachwelt ganz genau hin. Das liegt auch an seinem besonderen Schicksal, welches ihm die Nervenkrankheit aufzwingt und ihn fast bewegungsunfähig macht.

Ein Schicksal, das viele Menschen als äußerst hart, fast unerträglich empfinden würden. Doch Stephen Hawking hadert nicht damit. Er stellt sich seiner Situation ganz pragmatisch, wie er in einem Interview mit dem britischen Sender BBC deutlich macht.

Stephen Hawking zu Sterbehilfe

Das Interview wird erst am 15. Juni ausgestrahlt, aber der britische "Telegraph" zitiert bereits vorab aus dem Gespräch. Hawking gibt an, durchaus an den Tod zu denken, Sterben sei eine Sache, mit der er sich intensiv beschäftigt habe. Doch jemandem gegen dessen Willen am Leben zu halten, empfinde er als "höchste Demütigung".

Für Hawking selbst komme Sterbehilfe in genau zwei Fällen in Frage: Wenn er selbst das Gefühl habe, nur noch eine Last zu sein und nichts mehr beitragen könne. Oder wenn er große Schmerzen hätte.

Derzeit habe er allerdings keine Schmerzen, außerdem sei er auch mit seiner Arbeit noch zu beschäftigt: „Ich soll verdammt sein, wenn ich sterbe, bevor ich nicht mehr Dinge über das Universum enträtselt habe“, so Hawking.

Das Leben mit der Krankheit

Natürlich sei das Leben mit ALS nicht einfach: „Manchmal bin ich sehr einsam, weil Menschen Angst haben, mit mir zu reden“, wird Hawking zitiert. Darauf angesprochen, worunter er besonders leide, sagte Hawking: „Ich würde gerne wieder schwimmen können. Als meine Kinder klein waren, habe ich vermisst, nicht physisch mit ihnen spielen zu können“.

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