24 Dinge, die du in einer WG für das Leben lernst

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Das WG-Leben kann hart sein. Und strapaziös. Auch den geduldigsten Menschen bringt jeder Mitbewohner früher oder später an den Punkt, an dem er genervt aufgeben will. Doch das wäre voreilig. Denn eine WG bereitet dich erst so richtig auf das Leben vor. All diese Dinge hättest du ohne WG nie gelernt:

1. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, wenn morgens wildfremde Menschen aus dem Bad kommen


Als WG-Neuling fragt man anfangs noch, wie diese Menschen in die Wohnung kommen, Kennen sie einen Mitbewohner? Hat sie jemand reingelassen? Oder sind es Hausbesetzer? Mit der Zeit gewöhnt man sich einfach dran und akzeptiert, wenn eine dreiköpfige ungarische Jazz-Band dir morgens auf dem Weg zur Dusche begegnet...
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2. … sollten sie in deinem Bett liegen, wenn du nachts nach Hause kommst, ist es allerdings vermutlich Zeit einzuschreiten



3. Nirgendwo sonst wird man zum Multitalent


Egal ob Schädlingsbekämpfung im Gewürzregal, Notreparaturen am durchgesessenen Sofa oder verzweifelte Rettungsputzaktionen im Bad: Du eignest dir in einer WG Fähigkeiten an, die jeden Lebenslauf schmücken könnten. Vorausgesetzt, du möchtest mal Hausmeister werden.

4. Wohnungs-Besichtigungen können ein Hobby sein.


Nichts ist unterhaltsamer, als ein sonntägliches WG-Casting. Es soll WGs geben, die Zimmer inserieren, obwohl gerade gar keins frei ist. Einfach nur, um bei einem solchen Treffen mal wieder ein paar Verrückte kennen zu lernen.

5. Der erste Eindruck täuscht meist wirklich.


Wird dann doch mal ein Zimmer frei, haben die Bewohner die Qual der Wahl. Meistens fällt die auf den Falschen.




6. “Eklig” ist ein sehr dehnbarer Begriff



7. “Eigentum” auch.



8. Schlafanzüge machen Menschen aggressiv


Du willst doch eigentlich nur eine kleine spontane Party mit deinen Freunden feiern. Nachts um 4:00 Uhr. In der WG-Küche. Immer dann steht plötzlich einer deiner eigentlich ganz friedlichen Mitbewohner in der Küche und droht mit Mord. Und aus irgendeinem Grund trägt derjenige in dieser Situation immer einen Schlafanzug.




9. Der Kühlschrank ist die Quelle allen Seelenfriedens.


1. Du lernst, Eigentum zu respektieren.
2. Du nimmst Rücksicht auf das Geruchsempfinden der anderen.
3. Du weißt, dass ihr ohne ein Mindestmaß an Putzbereitschaft irgendwann verhungert.

Brichst du eine dieser drei Regeln, bist du entweder ziemlich nachlässig. Oder dir ist dein Seelenfreiden völlig egal.


10. Aus Lebensmitteln können neue Lebensformen entstehen


Kein Lebensmittel-Chemiker hat so viel Erfahrung auf dem Gebiet der Verwesungs- und Verschimmelungs-Prozesse wie jemand, der einige Zeit in einer WG verbracht hat. Learning: Wenn man einen Nudelsalat zwei Wochen auf dem Fensterbrett stehen lässt, geht der auf wie ein Hefeteig. Nur die Farbe, die ist anders.

11. Auch spannend: die juristische Komponente in diesem Zusammenhang


Verdorbene Lebensmittel gehen plötzlich in ein völlig neutrales Besitzverhältnis über. Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Käse schimmelt, gehört er plötzlich niemandem mehr. Und wird daher selbstverständlich auch von niemandem mehr weggeworfen.




12. Spülmaschinen sind die großartigste Erfindung der Menschheit


Noch vor Raumfahrt, Penicillin und Pizza mit Käse im Rand.

13. Du lernst, dass nicht jeder sich über Räucherstäbchen auf der Toilette freut


Genauso wenig wie über Kakteen in der Küche und Chuck-Norris-Postern im Flur. Und dass man nur wenig zu sagen hat, wenn man später einzieht als die anderen. Aber irgendwann kommt deine große Zeit.

14. Du hast gelernt, deine Jacken nicht mehr im Flur hängen zu lassen


Deine Mitbewohner braten sehr gerne und sehr oft...

15. Jedes buddhistische Kloster ist ein anarchischer Waldorf-Kindergarten im Vergleich zu einer WG


Du denkst, dass du deine Freunde kennst und ihnen vertraust? Warte ab, bist du mit ihnen zusammenlebst und die Auswirkungen jeder einzelnen Neurose erlebst, über die du vorher vielleicht leise lächelnd hinweg gesehen hast. Entweder, du wirst gelassen und findest den Frieden mit dir selbst. Oder ihr schreit euch nach drei Monaten so derbe an, wie man sich nur anschreien kann, wenn man sich früher mal gemocht hat.




16. Du lernst, bei welchem Frauenbesuch deines Mitbewohners du nachts Ohropax brauchst und bei welchem nicht


Interessant sind dann auch die Begegnungen am nächsten Morgen beim Frühstück.

17. Und dass der engagierte Musikstudent nur in der Theorie ein cooler Mitbewohner ist.



18. Dass WGs einfach immer schuld sind. An allem!


Zigarettenstummel im Hof? Das waren sicher “diese jungen Leute” im zweiten Stock. Papier in der Restmülltonne? Auch ihr schuld. Und: “Die ganzen Fahrräder versperren den Durchgang, so geht das nicht.”

Kurzum: Deine Nachbarn halten dich immer für einen orgienfeiernden Hippie, egal wie spießig Du und Deine Mitbewohner in Wirklichkeit sind.


19. Dass es immer Leute gibt, die noch durchgedrehter sind als alle, die du bisher getroffen hast


Wenn sie nicht in deiner WG wohnen, dann kommen sie hundertprozentig irgendwann zu Besuch.



20. Einsamkeit kann manchmal sehr schön sein


Du kommst nach einem besonders stressigen Tag nach Hause. Du willst einfach nur noch deine Ruhe. Aber deine Mitbewohner sitzen bei einem Bier in der Küche zusammen. Um in dein Zimmer zu kommen, musst du an der Küche vorbei. Das war’s dann auch mit dem ruhigen Abend allein.
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21. Aber am Ende bist du froh, dass du nicht alleine Trübsal geblasen hast


Nach Bier bis vier Uhr früh, alten Geschichten aus der Schulzeit und den Resten aus der Snack-Schublade weißt du wieder, warum das WG-Leben auch seine großartigen Seiten hat.

22. Du merkst, wie die Arbeit in der Großen Koalition abläuft…


Spätestens dann, wenn die nächste Sitzung des WG-Rats ansteht, und die Lebensentwürfe der harmoniebedürftigen Pädagogikstudentin, des putzmüden Grafikers und des solide wirtschaftenden Jurastudenten unter einen Hut gebracht werden müssen. Dann bist du selbst Angela Merkel und seufzt erleichtert über jeden noch so faulen Kompromiss.

23. … und wenn du die Gemeinschaftskasse verwaltest, kann dich nichts mehr schocken


Du lotest aus, wie lange man die Mietzahlung herauszögern kann, ohne Ärger zu riskieren. Du treibst Zahlungen ein, ohne den WG-Frieden zu gefährden. Im Zweifelsfall eignest du dir die diskrete, aber effektive Kunst eines Inkasso-Mitarbeiters an. Und nebenbei lernst du, in der Zwischenzeit klaffende Löcher zu stopfen. Wolfgang Schäuble könnte bei dir eine Fortbildung machen.

24. Du wirst zum Therapeuten


Es ist selbstverständlich, dass du deine Freunde tröstet, wenn sie Lebenskrisen, Geldsorgen oder Liebeskummer haben. Was aber, wenn ihr euch einen Mitbewohner eingehandelt habt, der grundsätzlich nur tagsüber schläft, sich nachts ganz arge Trips reinpfeift und die Miete nur sporadisch zahlt? Nie wieder wirst du deine sozialen Fähigkeiten derart schulen können wie in deiner WG-Zeit.

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