Lieblingsdiscounter der Deutschen: 12 Dinge, die man nur bei Aldi erleben kann

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Aldi: 12 Anzeichen, dass der Discounter das Lebensgefühl der Deutschen spiegelt | Getty
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Für die einen ist Aldi das Symbol für die deutsche Billig-Mentalität, die anderen lieben den Discounter.

Und sie sind damit offenbar in der Mehrheit: Die Aldi-Gruppe erzielte 2014 in Deutschland einen Umsatz von geschätzt 22,6 Milliarden Euro. Damit ist Aldi der erfolgreichste Discounter Deutschlands.

Die Wahrheit ist: 84 Prozent der Deutschen waren 2014 mindestens einmal in einer Filiale von Aldi Nord oder Aldi Süd, erklärte das Marktforschungsinstitut GfK auf Anfrage der Huffington Post. Oder mit anderen Worten: Nur 16 Prozent waren es NICHT.

Bei Aldi kauft der Anzugsträger, der ja eigentlich nur in dem Feinkost-Laden im Szeneviertel vorbeischaut, um dann doch die "frisch gebackenen" Billig-Brötchen einzutüten. Bei Aldi kauft aber genauso der Geringverdiener, der jeden Euro überdenken muss, bevor er ihn ausgibt. Die Kundschaft von Aldi ist so bunt gemischt, wie man das sonst nur noch in einem deutschen Regionalexpress erlebt.

Der aus Frankreich stammend Rewe-Chef sagte einmal, die Deutschen hätten ein "Aldi-Gen in sich”.

Was er damit meinte? Die Deutschen würden an Lebensmitteln sparen, "um sich im Urlaub oder in anderen Freizeitbereichen etwas mehr zu leisten". Toller Urlaub, billige Lebensmittel - wir sind schon merkwürdig, wir Deutschen.

Aldi ist wohl auch deshalb so erfolgreich, weil der Discounter das Lebensgefühl der Deutschen widerspiegelt. Hier sind 12 Anzeichen, die das belegen:

1. Bei Aldi werden Schnäppchen gefeiert

Die Deutschen lieben Schnäppchen. Umso verwunderlicher, dass Aldi nicht zusätzlich noch mit Rabatt-Coupons um sich wirft. So wie zum Beispiel die Drogerie-Kette Rossmann.

Wahrscheinlich ist der einstige Slogan von Saturn ("Geiz ist geil") auch nur entstanden, weil einer der Kreativköpfe der zuständigen Werbeagentur ein Stammkunde bei Aldi war.

2. Aldi ist so deutsch - die Tüten vom Discounter werden schon als Karnevalskostüm verwendet.

Oder als tägliche Portion Rebellion. Wenn schon gegen die Politik nicht aufgemuckt wird, geht man zumindest mit der Aldi-Tüte "erstmal zu Penny". Oder aber man traut sich was richtig Mutiges - mit der Aldi-Tüte zu Denree, Tagwerk, Alnatura oder Basic. Viel Spaß.

3. Bei Aldi dürfen auch Erwachsene "Verstecken spielen":

Nachbarin 1: "Ach nee, du auch hier?"

Nachbarin 2: "Eigentlich nicht. War nur gerade eh hier in der Ecke und da dachte ich, ich kann doch noch mal eben reingehen. Eigentlich bin ich nur bei Rewe oder Edeka."

4. Bei Aldi sind die Deutschen ihrem heimlichen Hobby am nächsten: Pfandsammeln

Wer sich ganz aufs Pfandsammeln konzentriert, kann sogar 13.000 Euro in 30 Tagen verdienen. Gut: Da reicht dann der Pfandbon bei Aldi & Co. nicht mehr aus.

Aber: Auch wenn es nervt. Es ist jedes Mal ein Glücksgefühl, wenn der Pfandautomat alle Plastikflaschen sofort schluckt, ohne dass man sie aufwändig drehen und wenden muss.

5. Die Deutschen lieben es, so wie bei Aldi in der Schlange ganz weit vorne zu stehen


6. Aldi passt zur deutschen Hektik

„Neben dem Preisargument sind Discounter vor allem deshalb beliebt, weil die Kunden mit ihnen eine schnelle Orientierung verbinden", erklärt Wolfgang Adlwarth, Handelsexperte bei der Gesellschaft für Konsumforschung, im Gespräch mit der Huffington Post. "Sie müssen nicht lange suchen, wissen, wo etwas steht und haben aufgrund eines kleineren Sortiments als im Warenhaus nicht die Qual der Wahl."

7. Die Prospekte von Aldi sind ein sicherer (vielleicht der letzte?) Halt in einer sich immer schneller drehenden Welt

Eigentlich kann man ja immer irgendetwas aus dem Aldi-Prospekt gebrauchen. Zum Schulstart die Buntstifte. Zur Gartensaison den Sonnenschirm. Manch einer wirft wahrscheinlich nur einen Blick in die Tageszeitung, um die Seite mit der Aldi-Anzeige zu sehen.

8. Bei Aldi sind die Leute, die sich über quengelnde Kinder aufregen, in der Mehrheit

9. Weil die Deutschen nach einem Aldi-Einkauf auch mal Speisen können wie Gott in Frankreich

Billig allein - das will der Aldi-Kunde von heute nicht mehr. Während ja Lidl gerade versucht, zumindest verbal eine neue Premium-Ära ("QUALITÄT! QUALITÄT! QUALITÄT!") einzustimmen, setzt Aldi weiter auf spartanisch eingerichtete Filialen. Aber Aldi will auch ein bisschen schick sein - mit der Gourmet-Linie "Genuss der Saison".

„Momentan verlieren Discounter deutlich an Markanteilen, weil es eine steigende Qualitätsorientierung gibt", sagt Experte Adlwarth. „Discounter wie Aldi und Lidl setzen daher seit einiger Zeit auf Produkte, die auch keinen leinen Luxus versprechen, um damit ein anderes Klientel längerfristig an ihre Filialen zu binden.“

10. Ein Ort für die Konfessionslosen

Die 27 Millionen Deutsche, die konfessionslos sind, sind es dann irgendwie doch nicht. Aldi ist für manch einen Kunden fast so etwas wie eine Ersatzreligion.

11. Die Deutschen lieben Markenklamotten. Bei Aldi bekommen sie sie perfekt kopiert

Aldi erkennt Trends - und plötzlich findet man den Markenrucksack dort als No-Name-Produkt oder die angesagten Sneaker als (Fast-) Plagiat. Natürlich mit jeder Menge Chemie inklusive. Immerhin: Deutschlands größter Lebensmitteldiscounter will seine Umweltstandards bis 2020 erhöhen - und dann endlich auf die Giftkeule in der Textil- und Schuhproduktion verzichten.

12. Die Deutsche sind einfach so pragmatisch - das passt einfach zu Aldi. Und umgekehrt


Video: Discounter und Backshops: Das sollten Sie über Billig-Brot wissen

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