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Das passiert, wenn ein Kleinkind weniger als 10 Stunden pro Nacht schläft

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BABY SCHLAF
Das passiert, wenn ein Baby weniger als 10 Stunden pro Nacht schläft. | Thinkstock
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Dass Kinder viel Schlaf für ihre Entwicklung benötigen, ist den meisten Eltern sicherlich bewusst. Eine aktuelle Studie aus Norwegen hat jetzt erstmals belegt, wie viel Schlaf ein Kleinkind tatsächlich benötigt, um sich gesund zu entwickeln.

Das Forscherteam um Studienleiter Borge Sivertsen von der University of Bergen und dem Norwegian Institute of Public Health untersuchte 32.662 Mutter-Kind Paare über mehrere Jahre.

Angefangen in der 17. Schwangerschaftswoche bis zum fünften Lebensjahr der Kinder füllten die Mütter Fragebögen über das Schlafverhalten ihrer Kinder aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Schlafmangel kann zu Verhaltensauffälligkeit führen

Weitere Faktoren, wie das Alter der Mutter, die Dauer der Schwangerschaft, die Anzahl weiterer Geschwisterkinder, das Bildungsniveau der Mutter, das Geschlecht des Kindes, sowie sein Geburtsgewicht wurden ebenfalls in die Auswertung einbezogen.

Die Wissenschaftler gingen bereits im Vorfeld davon aus, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Schlafrhythmus und der emotionalen Entwicklung sowie dem Verhalten von Kindern gibt. Doch sie waren überrascht, "dass die Risiken so stark und übereinstimmend waren", sagte Sivertsen.

Das norwegische Team kam zu dem Ergebnis, dass die Kinder, die im Alter von 18 Monaten weniger als zehn Stunden pro Nacht schliefen und Kinder die drei Mal oder häufiger pro Nacht aufwachten, ein höheres Risiko hatten, im Alter von fünf Jahren verhaltensauffällig zu sein.

Das heißt, dass diese Kinder häufiger zu emotionalen Reaktionen neigen, ängstlich oder depressiv sind.

Weitere Faktoren beeinflussen späteres Verhalten des Kindes

Sivertsen betont aber, dass neben dem Schlafrhythmus auch viele andere Faktoren das spätere Verhalten eines Kindes beeinflussen - die geistige Gesundheit der Eltern etwa und das Temperament des Kindes. Der Wissenschaftler erklärt, dass nicht jedes Kind, dass im Kleinkindalter schlecht schläft, automatisch verhaltensauffällig wird.

Denn für eine solche Aussage wäre eine experimentelle Studie nötig - hier handelt es sich jedoch um eine Beobachtungsstudie.

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