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03/04/2015 15:17 CEST | Aktualisiert 04/04/2015 18:05 CEST

Frankreichs Nationalversammlung will Mager-Models verbieten

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Frankreich will Mager-Models verbieten

Die französische Nationalversammlung will im Kampf gegen Magersucht die Beschäftigung zu dünner Models verbieten. Dies beschlossen die Abgeordneten am Freitag bei ihren Beratungen über die geplante Gesundheitsreform, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Wird der Passus Gesetz, dürften auf französischen Modeschauen oder bei Foto-Shootings künftig keine Models mehr arbeiten, die einen bestimmten Body-Mass-Index unterschreiten. Wer trotzdem extrem magere Models beschäftigt, dem würden bis zu sechs Monate Gefängnis und eine Strafe von 75.000 Euro drohen.

Das Vorhaben ist umstritten, bürgerlich-konservative Parlamentarier stimmten gegen den Vorschlag und warnten unter anderem davor, dieses Berufsverbot komme einer Diskriminierung von Menschen gleich, die von Natur aus sehr dünn sind. Der Gesetzestext soll Mitte April von der Nationalversammlung abgestimmt werden und muss danach noch durch den Senat - dort ist die Regierung in der Minderheit.

Auch bei Agenturen stößt das Projekt auf Widerstand. Es sei falsch, Magersucht und Schlankheit von Models zu vermischen, hieß es bei Synam, einem Zusammenschluss mehrerer Model-Agenturen. Damit werde Magersucht als seelisch bedingte Krankheit verkannt, sagte Synam-Chefin Isabelle Saint-Félix der französischen Nachrichtenagentur AFP.

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