POLITIK
02/04/2015 07:44 CEST | Aktualisiert 02/04/2015 10:54 CEST

Öffentliche Busse mit Hitler-Bildern fahren durch Philadelphia

AP
Islamhass: Öffentliche Busse mit Hitler-Bildern fahren durch Philadelphia

Adolf Hitler im Plausch mit dem palästinensischen Nationalisten Hadsch Amin al-Husseini. Daneben: „Islamischer Judenhass: Es steht im Koran. Zwei Drittel aller US-Hilfen gehen an Islamische Länder. Stoppt den Hass. Stoppt alle Hilfen an islamische Staaten.“

Mit diesen Plakaten fahren Busse in der US-Stadt Philadelphia spazieren. Das unsägliche Machwerk ist eine Werbung der proisraelischen Organisation „The American Freedom Defense Initiative“.

Hass auf den Islam scheint okay zu sein

Ein Plakat, das Judenhass verurteilt und zu Islamhass auffordert – das ist vielen in der Stadt zuwider. Auch der Transportbehörde Southeastern Pennsylvania (SEPTA). Nur dem Gesetzgeber nicht.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hatte die Transportbehörde die Plakate ablehnen wollen. Allerdings hatte „The American Freedom Defense Initiative“ den Anzeigenplatz bereits gebucht, bevor die Transportbehörde im Oktober eine Richtlinie einführte, die es erlaubt solche beleidigenden Plakate zurückzuweisen, ohne das Recht auf freie Meinungsäußerung zu verletzen.

Gericht: Hitler-Plakate müssen erlaubt sein

Und so hat vor drei Wochen ein Gericht verboten, die Plakate abzulehnen. Die Behörde ging nicht in Berufung.

Also fahren seit Mittwoch 84 Busse mit der Werbung der Organisation herum, wenn wohl auch nicht alle mit dem gleichen Motiv von 1941.

Der Bürgermeister und religiöse Autoritäten protestieren. Die mediale Aufmerksamkeit ist enorm. Der Sender NBC berichtet, die meisten Busfahrer, die solchermaßen beklebte Wagen fahren müssten, seien sauer. Es sei eine Grenze überschritten.

Provokation und Diffamierung gehören ganz offensichtlich zum Programm der proisraelischen Organisation. Oder anders: Sie scheinen das Programm zu sein.

Auf ihrer Homepage wird das Feindbild Islam nur zu offensichtlich. Als Partner dagegen kann man etwa den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders ausmachen.

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