Germanwings-Absturz: Helfer stellen Arbeit an Unglücksstelle ein (LIVE-BLOG)

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+++ Co-Pilot Andreas L. litt an einer psychischen Erkrankung und nahm Anti-Depressiva

+++ Auswertung der zweiten Blackbox bestätigt Vermutung der Ermittler: Co-Pilot leitete gezielt Sinkflug ein

+++ Medienbericht: Bergungs-Teams stellen Arbeit an der Unglücksstelle ein. Das berichtete CNN unter Berufung auf die französische Polizei

+++ Identifizierung der Opfer wird noch Wochen dauern

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Älteste Neueste

Nach einer außerplanmäßigen Landung auf dem Stuttgarter Flughafen wird der Airbus 319 von Technikern der Lufthansa auf einen möglichen technischen Defekt untersucht. Die Inspektion der Maschine der Tochtergesellschaft Germanwings sei noch nicht abgeschlossen, teilte das Unternehmen am Sonntagvormittag mit. Weitere Angaben machte die Airline zunächst nicht.

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Die Helfer, die in den französischen Alpen mit der Bergung der Trümmer der Germanwings-Maschine beauftragt waren, haben die Absturzstelle verlassen.

Das berichtet CNN unter Berufung auf die französische Polizei.

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Ein technischer Fehler hat einen Airbus der Fluggesellschaft Germanwings zur Notlandung am Stuttgarter Flughafen gezwungen. Verletzt wurde niemand, wie der Geschäftsführer des Airports, Georg Fundel, am Samstag mitteilte. Flug 4U814 war kurz vor 10 Uhr in Köln in Richtung Venedig gestartet.

Am Stuttgarter Flughafen wurde gegen 11 Uhr wegen eines noch unbekannten Defekts am Airbus 319 eine sogenannte Luftnotlage ausgelöst. Die Maschine landete laut Fundel gegen 11.10 Uhr. Wie viele Passagiere und Besatzungsmitglieder sich an Bord befunden haben, konnte er zunächst nicht mitteilen.

Die Maschine werde nun von Spezialisten untersucht. Die Passagiere seien noch am Flughafen Stuttgart. Wann und wie sie ihre Reise fortsetzen, war nicht bekannt. "Sie können selbst entscheiden, ob sie ihre Reise fortsetzen oder zurück nach Köln wollen", sagte Fundel.

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Fast zwei Drittel aller Bundesbürger wünschen sich nach dem tragischen Germanwings-Flugzeugabsturz eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht, wenn es um die Gefahrenabwehr für die Gesellschaft geht.

In einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichtenmagazins "Focus" antworteten 63 Prozent der Deutschen mit „Ja“ auf die Frage, ob die ärztliche Schweigepflicht gelockert werden sollte, wenn der Mediziner eine akute Gefährdung für die Allgemeinheit befürchtet. Nur 32 Prozent der Befragten lehnten dies ab. Fünf Prozent machten keine Angaben.

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Nach einem "Spiegel"-Bericht hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mindestens fünf Arztpraxen durchsuchen lassen, die Andreas L. besucht haben soll. Dabei seien Krankenakten des Copiloten sichergestellt worden.

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03/04/2015 11:37 CEST
Ergebnis der Blackbox-Analyse

Die zweite Blackbox bestätigt nach übereinstimmenden Medienberichten die Absturz-Absicht des Copiloten.

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Der zweite Flugschreiber des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs ist nach einem Medienbericht zur Auswertung in Paris eingetroffen. Der französische Fernsehsender BFM TV meldete am Freitag, die Blackbox sei in der Nacht zur Luftfahrtsuntersuchungsbehörde Bea gebracht worden.

Die Ermittler erhoffen sich von den darauf gespeicherten Daten neue Erkenntnisse über den Hergang des Absturzes vom 24. März mit 150 Toten. Der Flugschreiber war am Donnerstag an der Unglücksstelle in den französischen Alpen gefunden worden. Er war von Geröll verschüttet.

Staatsanwalt Brice Robin hatte gesagt, das Gerät lasse sich vermutlich auswerten - darauf lasse der Zustand hoffen.

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03/04/2015 08:23 CEST

Die französische Justiz prüft nach einem Bericht des "Focus" offenbar ein Ermittlungsverfahren gegen Lufthansa und Germanwings.

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02/04/2015 18:54 CEST

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, hatte der Co-Pilot den Übergeschwindigkeitsalarm ausgestellt.

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Wie die Ermittler mitteilten, werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Mobiltelefone der Opfer auszuwerten.

Bisher hätten sie ihre Bemühungen allerdings darauf gerichtet, die Menschen am Unfallort zu identifizieren.

Es seien vier Teams mit Hunden vor Ort, die nach Leichen und Gegenständen aus dem Flugzeug suchten. Die größten Trümmerteile würden dann von einem darauf spezialisierten Unternehmen abtransportiert.

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02/04/2015 18:31 CEST

Der Staatsanwalt erklärt, es sei DNA-Material von 150 Menschen gefunden worden. Das bedeute aber nicht, dass 150 Opfer identifiziert seien. Das werde nächste Woche starten.

Die Familien würden umgehend informiert, wenn ihre Angehörigen identifiziert worden seien, erklärt er.

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Die Staatsanwaltschaft gibt eine Pressekonferenz in Marseille. Der führende Ermittler erklärt, die zweite Blackbox sei bisher versteckt gewesen. Sie sei zwar verbrannt, doch die Daten darauf seien wohl dennoch auswertbar sein.

Die Blackbox werde heute Abend noch Experten vorgelegt.

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Wie die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bekannt gegeben hat, wurde ein Tablet mit einem nicht gelöschten Browserverlauf untersucht. Anhand dieser Daten konnten die Ermittler feststellen, dass nach Selbsttötungsarten sowie nach Sicherheitsvorkehrungen bei Cockpit-Türen gesucht worden war.

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02/04/2015 15:47 CEST
Zweiter Flugschreiber gefunden

Einsatzkräfte haben den zweiten Flugschreiber der in den Alpen abgestürzten Germanwings-Maschine gefunden. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Marseille.

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Laut einem Unternehmenssprecher hatte Germanwings nichts von den Depressionen von Andreas L. gewusst, die berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Lufthansa, Mutterunternehmen von Germanwings, hatte jedoch am Dienstag erklärt, bereits seit sechs Jahren von den psychischen Erkrankungen des Co-Piloten gewusst zu haben.

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Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass Andreas L. sich wegen den Folgen eines Autounfalls habe behandeln lassen. Er habe über Sehprobleme geklagt und Medikamente eingenommen, die unter anderem eine erhöhte Suizidgefahr zur Folge haben können.

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Unter den 150 Toten des Germanwings-Unglücks in den französischen Alpen waren weniger Deutsche als bisher angenommen. Das Auswärtige Amt korrigierte am Mittwoch die Zahl von 75 auf 72 herunter. Der Grund für die späte Berichtigung der Zahl ist, dass es ursprünglich Unklarheiten bei den Passagieren mit doppelter Staatsangehörigkeit gab. Das berichtet die "dpa".

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Copilot Andreas L. wurde nach der sechsmonatigen Unterbrechung seiner Ausbildung auch psychiatrisch begutachtet, das berichtet die Zeitung „Die Welt“.

Das Ergebnis des Gutachtens war demnach, dass der angehende Pilot seine Ausbildung wieder aufnehmen durfte, jedoch einen SIC-Vermerk bekam. Ein SIC-Vermerk ist ein Hinweis auf eine schwerwiegende Krankheit, auf die der Flugarzt bei seiner alljährlichen medizinischen Routinekontrolle besonders achten sollte.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigte sich bei seinem Besuch an der Absturzstelle dankbar und „tief beeindruckt“ über die Professionalität der Helfer und Anwohner sowie über das Mitgefühl für die Hinterbliebenen. Spohr kündigt zudem weitere Hilfen für die Betroffenen an, das Unternehmen würde „so lange helfen wie nötig“.

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Nach der Germanwings-Katastrophe hat das Versicherungskonsortium unter Führung der Allianz eine umfassende, faire und schnelle Bearbeitung der Schäden zugesagt. "Dabei wird eine enge Abstimmung mit den Angehörigen der Passagiere sowie deren Vertretern erfolgen", erklärte der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) am Mittwoch in München. Jeder Schadenersatzanspruch werde individuell geprüft. Angesichts der schwierigen Umstände werde die Bewertung jedes Einzelfalls allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Die Staatsanwaltschaft verlangt die Herausgabe des Handy-Videos, das die letzten Sekunden vor dem Absturz zeigen soll. "Wenn eine Person ein solches Video besitzen sollte, muss sie es umgehend den Ermittlern übergeben", ließ der zuständige Staatsanwalt von Marseille Brice Robin mitteilen.

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Bergungstrupps erklärten am Dienstag, sie hofften in den nächsten 24 Stunden DNA-Proben aller 150 Todesopfer sicherzustellen. Am Mittwoch sollen deutsche Spezialisten für die Identifizierung eintreffen.

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Die Lufthansa gab bekannt, der Kopilot habe sie 2009 über eine abgeklungene ernsthafte, depressive "Episode» informiert, als er seine Ausbildung nach einer Unterbrechung von mehreren Monaten fortsetzte. Eine entsprechende E-Mail des damaligen Flugschülers fand die Gesellschaft eigenen Angaben zufolge während ihrer internen Ermittlungen. Er habe alle anschließenden medizinischen Tests bestanden, teilte die Germanwings-Mutter weiter mit.

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Auf einer Pressekonferenz der französischen Behörden berichtet die Präfektin des Departements Alpes-de-Haute-Provence, Patricia Willaert, von dem Stand der Bergungsarbeiten und erläutert die Unterstützungsmaßnahmen für die Verwandten der Opfer des Flugzeugabsturzes.

Die Familie des Co-Piloten sei nicht vor Ort.

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Neue Ermittlungserkenntnisse zum möglichen Tatmotiv von Andreas L: „Ein Hauptmotiv für uns ist derzeit, dass Andreas L. offenbar Angst hatte, wegen medizinischer Probleme die Flugtauglichkeit zu verlieren“, so ein Ermittler gegenüber der „Bild“.

Demnach wollte er eine Auszeit – jedoch ohne eine Krankschreibung ausgestellt zu bekommen. Diese hätte seine Fluglizenz gefährden können. Andreas L. soll daher in den letzten Monaten diverse Ärzte aufgesucht haben.

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Experten der französischen Gendarmerie stellen sich darauf ein, dass die Identifizierung der Opfer des Absturzes des Germanwings-Flugzeuges mehrere Monate dauern kann. Das sagte der Leiter des zuständigen Kriminalinstituts, François Daoust. Er betonte: "Es ist besser im Rhythmus der Wissenschaft zu arbeiten, als zu überstürzen und damit das Risiko einzugehen, sich bei der Identifizierung zu irren."Nach seinen Angaben ist der Ausgang der Arbeiten unklar. "Wir können nicht versprechen, dass alle Opfer identifiziert werden können", sagte Daoust.

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Wie "Spiegel Online" berichtet, können derzeit keine Hubschrauber zur Unglücksstelle fliegen. Grund ist schlechtes Wetter. Bald soll eine Straße Abhilfe schaffen.

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Wie eine Kliniksprecherin erklärte, hat das Uniklinikum Düsseldorf der Staatsanwaltschaft die Krankenakten des Co-Piloten der Unglücksmaschine übermittelt.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, war Andreas L. vor einigen Wochen als Patient an das Krankenhaus gekommen. Mindestens drei Mal war er dort, zwischen 10. Februar und 10. März diesen Jahres.

Es handle sich um "diagnostische Abklärungen", die aber nicht näher erläutert wurden.

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Ein Schüler des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern hat einen Brief an die Medien geschrieben, in dem er den Umgang vieler Journalisten mit der Trauer der Angehörigen und Freunde der Opfer kritisiert.

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30/03/2015 11:24 CEST
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30/03/2015 11:24 CEST

Über 300 Angehörige seien bereits an der Unglücksstelle gewesen, sagte Wagner. 32 Helfer würden sich um die Trauernden kümmern.

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Video: Flug 4U9525 verunglückt: Germanwings-Flieger stürzt über den Alpen ab: Alles, was wir bis jetzt wissen