POLITIK
04/03/2015 09:06 CET | Aktualisiert 05/03/2015 17:41 CET

Ostukraine: Gasexplosion in einer Kohlegrube. Mindestens ein Toter

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Ostukraine: Gasexplosion in einer Kohlegrube. Schicksal von 47 Menschen unklar

Nach der Explosion in einem Bergwerk im Konfliktgebiet Ostukraine hat die Gebietsverwaltung von Donezk den Tod von mindestens einem Bergarbeiter bestätigt. Nach Angaben prorussischer Seperatisten befinde sich die Mine in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet.

Eine Kommission untersuche den Vorfall in der Kohlegrube Sassjadko bei Donezk, teilte die Behörde am Mittwoch Berichten zufolge mit. Die Information stammt von einer kiewtreuen Behörde, die wegen des Bürgerkriegs im Donbass in die Großstadt Kramatorsk geflohen ist.

Mehrere Männer hätten den Schacht verlassen können. Die Rettungsarbeiten dauerten an. Das Bergwerk Sassjadko liegt im ostukrainischen Kriegsgebiet Donezk, das von prorussischen Separatisten kontrolliert wird.

Schwierige Informationslage

Die Informationslage vor Ort ist wegen des Krieges schwierig, das Ausmaß des Unglücks unklar. In der Vergangenheit gab es in den unsicheren Bergwerken der Ostukraine immer wieder schwere Explosionen mit vielen Toten. Da in großen Tiefen Kohle abgebaut wird, bildet sich dort oft Grubengas, das hochexplosiv ist.

Im Osten der Ukraine tobt ein Konflikt zwischen Aufständischen und Regierungssoldaten. Trotz des offiziell vereinbarten Waffenstillstands, der sich als brüchig erweist.

Hilfskonvoi aus Russland auf dem Weg in die Ostukraine

Russland hat einen weiteren Hilfskonvoi in das Krisengebiet in der Ostukraine geschickt. Mehr als 160 Lastwagen würden über 1,8 Tonnen Güter in die Regionen um Donezk und Lugansk bringen, meldete die Nachrichtenagentur Tass am Mittwochmorgen unter Berufung auf den Zivilschutz.

Der weitaus größte Teil davon seien Lebensmittel. Es ist demnach der 17. Konvoi in die Region. Die Ukraine wirft dem Nachbarland vor, den Separatisten auf diese Weise Nachschub wie etwa Waffen und Munition zu bringen.

Russland weist dies zurück und begründet die Hilfe mit der humanitären Katastrophe, die auch von einer ukrainischen Wirtschaftsblockade des Donbass verschärft worden sei.

Mit Material von dpa

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