POLITIK
03/03/2015 09:02 CET | Aktualisiert 03/03/2015 09:09 CET

Irak: Bundeswehr warnt vor Anschlägen auf Soldaten

dpa
Irak: Bundeswehr warnt vor Anschlägen auf Soldaten

Die Bundeswehr verstärkt ihr Training für die Peschmerga im Nordirak. Nach Informationen von "Spiegel Online" wappnet sie sich aber gleichzeitig gegen terroristische Anschläge durch den Islamistischen Staat (ISIS).

Der Redaktion liege ein zweiseitiges Papier vor, in dem es heißt, "bei aufwachsender Präsenz deutscher Soldaten muss von einem erhöhten Risiko terroristischer Anschläge ausgegangen werden." Es handelt sich um ein als Verschlusssache eingestuftes militärisches Lagebild von Ende Februar.

Sichtbarkeit steigert die Gefahr von Angriffen

Die Lage in der Kurden-Hauptstadt Erbil wird als "angespannt" beschrieben. Vor der Verstärkung der deutschen Mission habe es "keine Hinweise auf eine zielgerichtete Bedrohung" der Deutschen gegeben, hieß es weiter.

Da die Bundeswehr durch die Aufstockung der Mission jedoch sichtbarer werde als bisher, steige die Gefahr von Angriffen. Die Truppe nehme die Gefahr ernst. Es sei erkennbar, dass ISIS immer wieder versuche, die Kurden-Region "zu penetrieren".

Belege sind da

Die Miliz ist laut dem Papier auch im als halbwegs stabil geltenden Erbil "in der Lage, terroristische Anschläge durchzuführen". Als Beleg gilt dem Papier zufolge ein Autobombenanschlag vom vergangenen November.

Laut Bundestagsmandat von Ende Januar dürfen bis zu 100 Ausbilder in den Nordirak entsandt werden, Anfang Februar waren 29 dort.

Mit Material von dpa

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