NACHRICHTEN
03/03/2015 06:48 CET | Aktualisiert 03/03/2015 06:50 CET

John Kerry, Gas-Lieferungen und Lehrerstreik: Das müssen Sie heute Morgen wissen

AP
John Kerry setzt die Atomgespräche mit dem Iran fort

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

hier die Nachrichten der Nacht:

Das ist passiert ...

Pegida-Anhänger attackieren Flüchtlings-Protestcamp

Nach dem Ende einer Pegida-Demonstration in Dresden haben etwa zwei Dutzend Rechtsextreme versucht, ein Protestlager von Flüchtlingen zu attackieren. Die Polizei ging am Montagabend auf dem Platz vor der Semperoper sofort dazwischen und verhinderte Schlimmeres. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt, wie ein Polizeisprecher in der Nacht zum Dienstag berichtete. Auf dem Platz hatten sich mehrere hundert Unterstützer der Flüchtlinge eingefunden, um eine für den Abend erwartete Räumung des Zeltlagers zu verhindern.

Russische Gaslieferungen für Ukraine für Rest des Winters abgesichert

Die Lieferung von russischem Gas in die Ukraine ist für den Rest des Winters abgesichert. Die Ukraine versprach ausreichende Vorauszahlungen für den Monat März. Das berichtet die EU-Kommission in Brüssel nach mehrstündigen Verhandlungen mit verantwortlichen Ministern aus Moskau und Kiew. Auch der Transit von russischem Gas nach Europa sei gesichert. Gazprom werde lediglich jene Mengen liefern, die vorab bezahlt würden, sagte der russische Energieminister. Russland hatte zuvor im Streit um unbezahlte Gasrechnungen gedroht, der Ukraine von heute an das Gas abzustellen.

Iran und USA setzen Atomgespräche fort

Die USA und der Iran haben ihre Atomgespräche fortgesetzt. US-Außenminister John Kerry traf sich am Abend mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif im schweizerischen Montreux. Über die Ergebnisse der mehrstündigen Runde gibt es noch keine Informationen. Die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland haben noch bis Ende März Zeit für eine Einigung. Der Westen will verhindern, dass der Iran Atomwaffen bauen kann. Bei den Verhandlungen geht es um die Frage, wie viel Uran Teheran anreichern darf. Teheran betont, es wolle keine Atomwaffen entwickeln.

Verwirrung um neues Griechenland-Hilfspaket

Eine Äußerung des spanischen Finanzministers Luis de Guindos über ein drittes Hilfspaket für Griechenland sorgt für Verwirrung. Der Spanier sagte auf einer Wirtschaftskonferenz in Pamplona, in der Europäischen Union gäbe es Diskussionen über ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland. Es seien entsprechende Berechnungen im Gange. Dabei gehe es um "30 Milliarden, 40 Milliarden, 50 Milliarden Euro", sagte jemand aus dem Umfeld des Ministers. Eine Sprecherin des Eurogruppen-Chefs dementierte sofort.

Google will mehr Menschen ins Web bringen

Google will mehr Nutzer ins Internet bringen und will dafür eng mit Mobilfunkanbietern zusammenarbeiten und selbst zum Netzanbieter werden. Googles Vize-Präsident Sundar Pichai sagte in Barcelona, es sei das Ziel der Firma, ein technisches Konzept für Mobilfunk vorzulegen, das bestehende WLAN-Netze und bisherige Mobilfunkanbieter Hand in Hand zusammenarbeiten lässt. Das Angebot soll Sprach- und Datendienste vereinen. Dabei sollen WLAN-Netze die vorrangige Rolle spielen.

Und das wird passieren ....

  • In Moskau nehmen Freunde und Weggefährten heute Abschied von dem ermordeten Kremlkritiker Boris Nemzow. Am Nachmittag soll Nemzow dann auf dem Moskauer Prominentenfriedhof Trojekurowo beigesetzt werden.
  • Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder kommt es heute erstmals zu großen Warnstreiks. Angestellte Lehrer wollen in den Ausstand treten. Davon gibt es in Deutschland gut 200 000. Die knapp 650 000 verbeamteten Lehrer streiken nicht. In Berlin sind die Lehrer an Grundschulen zu einem Warnstreik aufgerufen. Weitere Schwerpunkte gibt es laut der Gewerkschaft GEW in NRW, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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