POLITIK
02/03/2015 12:37 CET | Aktualisiert 02/03/2015 13:55 CET

Mord an Nemzow: Kreml-Überwachungskameras waren abgeschaltet

dpa
Mord an Nemzow: Alle Kreml Kameras waren ausgeschaltet

Wenige Tage nach dem Mord an Putin-Gegner Boris Nemzow kommen immer mehr unappetitliche Details ans Licht. Offenbar waren zum Zeitpunkt des Attentats auf den Oppositionspolitiker zahlreiche Überwachungskameras rund um den Kreml ausgeschaltet. Das meldet ein "Spiegel"-Korrespondent aus Moskau am Montag via Twitter.

Lediglich die Aufnahme eines TV-Senders soll einen Verdächtigen zeigen, der auf die Straßenseite der Brücke rennt, auf der Nemzow sich aufhielt, bevor er von vier Schüssen in den Rücken getroffen wurde.

Bei dem Video ist die Sicht in den entscheidenden Momenten jedoch durch einen LKW blockiert. Die Kreml-Kameras hingegen hätten freie Sicht gehabt. Nach Angaben der angesehen Moskauer Tageszeitung "Kommersant" gibt es bislang aber keine verwertbaren Videoaufnahmen, wie "Spiegel Online" berichtet.

Was in der Tatnacht genau passierte, bleibt daher weiter unklar. Die wenigen funktionierenden Kameras nämlich zeigen die Szenen nur verschwommen. Diejenigen, die bessere Bilder hätten liefern können, seien aufgrund von Reparaturarbeiten ausgeschaltet gewesen, heißt es unter Verweis auf Russlands Behörden, in dem "Spiegel-Online"-Bericht.

Derweil gehen die Spekulationen bei Twitter weiter:

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