"Warum ich auf die Straße gehe" - Erlebnisbericht einer jungen, arbeitslosen Griechin.

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Ornela Busho ist eine von unzähligen jungen Griechen ohne Arbeit. Und das obwohl sie ein abgeschlossenes Hochschulstudium hat. 25 Prozent beträgt die Arbeitslosigkeit in dem von Schulden gebeuteltem Land.

Die Deutschen haben oft kein Verständnis für die Proteste der Griechen und fragen sich, warum sie sich nicht helfen lassen wollen. Auch Busho ist gegen EU-Sparmaßnahmen auf die Straße gegangen, als die friedliche Demonstration in Gewalt umschlägt.

Seit Beginn der Wirtschaftskrise vor fünf Jahren gehen immer wieder tausende Menschen auf die Straße. Das Bildungs- und Gesundheitssystem ist überfordert: "Ich hoffe für uns alle auf eine bessere Zukunft, bessere Bildung, bessere Gesundheitsversorgung, Meinungsfreiheit und vor allem Frieden."

Eine junge, arbeitslose Griechin erzählt von ihrer Sicht auf die Dinge und davon was es heißt, das Gefühl zu haben, dass jeder Ruf ins Leere geht. "Was wir tatsächlich erreicht haben, ist uns gegenseitig zu helfen, ohne die Hilfe der Regierung. Solidarität ist das Wichtigste."

Was als hoffnungsvoller und friedlicher Protest begann, endete in Gewalt. Eindrucksvolle Bilder, aufgenommen von Augenzeugen, sind Ausdruck von Wut und Perspektivlosigkeit vieler Griechen. Auf dbate.de schildert die Griechin ihre Eindrücke.