Cannabis: 19 wissenschaftliche Gründe, warum Sie mehr kiffen sollten

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MARIHUANA
19 Gründe, warum Sie mehr Kiffen sollten | dpa
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Nie zuvor ist Deutschland einer Cannabis-Legalisierung näher gewesen als heute. Das mag auch daran liegen, dass es keine guten Argumente dafür gibt, den Menschen das Kiffen zu verbieten.

Im Gegenteil: Es gibt keine Studie, die negative Auswirkungen von Cannabis auf den menschlichen Körper beweisen konnte.

Dafür gibt es aber jede Menge Studien, die gezeigt haben, dass der Wirkstoff THC sehr positive Effekte bei Menschen bewirkt, weshalb er in einigen Ländern bereits als Medikament für eine Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt wird.

Bevor wir Ihnen nun die 19 wissenschaftlichen Gründe erläutern, warum Sie mehr Kiffen sollten, muss eines in aller Deutlichkeit gesagt werden: Jugendliche sollten definitiv auf den Konsum von Cannabis verzichten, denn ihr Gehirn ist noch nicht vollständig entwickelt und kann im Gegensatz zum Gehirn eines Erwachsenen Schaden nehmen.

Jetzt aber.

1. Kiffen macht kreativ

Gráinne Schafer vom University College London stellte 2011 gemeinsam mit einigen Kollegen fest, dass Cannabis-Konsum mit kreativem Denken in Verbindung gebracht werden kann.

Wie "Psychology Today" berichtet, nehmen die Wissenschaftler an, dass der Cannabis-Wirkstoff im Gehirn dafür sorgt, dass Gedanken verknüpft werden, die scheinbar in keinerlei Beziehung zueinander stehen. Das "normale" Denken tritt in den Hintergrund und schafft Raum für neuartige Gedankengänge und Assoziationen.

2. Cannabis-Konsum reduziert Selbstmordraten

Eine positive Folge der Legalisierung von Cannabis sind sinkende Selbstmordraten. Wissenschaftler der Montana State University, University of Colorado und der San Diego State University stellten fest, dass die Selbstmordrate bei Männern zwischen 20 und 29 Jahren in Staaten mit legalem Cannabis-Konsum um 10,8 Prozent geringer ist als in Staaten, in denen Cannabis nicht legalisiert wurde.

3. Cannabis ist ein wirksames Mittel bei ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) kann erfolgreich mit Cannabis-Wirkstoffen behandelt werden. Patienten können sich besser konzentrieren und Impulskontrollstörungen werden reduziert. Ganz ohne Nebenwirkungen.

4. Cannabis lässt bestimmte Teile des Gehirns wachsen

Während die meisten Drogen wie Alkohol, Heroin oder Kokain Hirnregionen schrumpfen lassen, könnte Cannabis den gegenteiligen Effekt hervorrufen. Forscher der University of Saskatchewan in Kanada machten entsprechende Entdeckungen bei Versuchen mit Mäusen.

Nachdem sie ihnen zehn Tage lange einen Wirkstoff gespritzt hatten, der mit dem Cannabis-Wirkstoff THC verwandt, allerdings hundertmal stärker ist, stellte das Forscherteam fest, dass das Zellwachstum im Hippocampus der Mäuse sich um 40 Prozent gesteigert hatte.

Der Hippocampus ist die Hirnregion, in der Ängste, Depressionen und Erinnerungen sitzen. Aus derselben Studie geht deshalb hervor...

5. Cannabis hilft bei Depressionen

Das Zellwachstum im Hippocampus, das die kanadischen Wissenschaftler beobachten konnten, ist ein Effekt, der so ähnlich auch durch einige Antidepressiva ausgelöst wird - nur dass Cannabis im Gegensatz zu dem meisten Antidepressiva keine unangenehmen Nebenwirkungen hervorruft.

Neben dem Zellwachstum sorgt Cannabis auch dafür, dass das Gehirn Dopamin ausschüttet - das Glückshormon. Was wäre besser geeignet, um Depressionen zu bekämpfen?

Der Text geht unter dem Video weiter...

Auch auf HuffingtonPost.de: Wissenswertes über Cannabis

6. Kiffer haben es generell leichter, negative Emotionen zu verarbeiten

Die meisten psychischen Erkrankungen, unter anderem Depressionen, haben ihren Ursprung in der mangelnden Verarbeitung negativer Gefühle. Wissenschaftler des University Medical Center Utrecht in den Niederlanden untersuchten den Einfluss des körpereigenen Endocannabinoid-Systems auf die Verarbeitung von negativen Emotionen. Die pflanzlichen Cannabinoide der Cannabis-Pflanze docken an den Endocannabinoid-Rezeptoren im Gehirn an.

Die Wissenschaftler untersuchten die Verarbeitung von positiven und negativen Gefühlen bei Testpersonen, die entweder ein Placebo oder THC eingenommen hatten. Bei den Probanden, die THC konsumiert hatten, zeigte sich, dass negative Emotionen eine geringere Gehirnaktivität verursachten und positive Emotionen eine erhöhte Gehirnaktivität zur Folge hatten.

7. Cannabis lässt Gehirntumore schrumpfen

Eine aktuelle Studie der St. George's University of London kam zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass Cannabis in Verbindung mit Strahlentherapie eine der aggressivsten und tödlichsten Krebsarten erfolgreich bekämpfen kann. Gehirntumore, die auf diese Art behandelt wurden, schrumpfen zum Teil auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe.

8. Cannabis kann die Lungenfunktion verbessern

Solange der Joint ohne Tabak gedreht wird, schadet er der Lunge nicht. Im Gegenteil: Eine Langzeitstudie aus den USA belegt sogar eine Verbesserung der Lungenfunktion.

9. Cannabis hilft bei Allergien

Wissenschaftler an der Universität Bonn konnten belegen, dass Cannabis bei allergischen Hautreaktionen helfen kann. Kontaktallergien können beispielsweise mit Hanf-Salben gut behandelt werden. Patienten mit allergischem Asthma berichteten ebenfalls über eine Verbesserung ihrer Symptome nach dem Konsum von Cannabis.

10. Cannabis hilft, das Gehirn nach einer Verletzung zu reparieren

Eine Studie, die im Journal "Biochemical Society Transactions" veröffentlicht wurde, konnte belegen, dass Cannabinoide, die das körpereigene Endocannabinoid-System aktivieren, auch neuroprotektive und immunmodulatorische Fähigkeiten aufweisen, die dazu führen könnten, dass Stammzellen wachsen.

Die Wissenschaftler schließen daraus, dass Cannabis eingesetzt werden kann, um das Gehirn nach einer Verletzung zu reparieren.

11. Autofahren unter Alkoholeinfluss ist viel gefährlicher als unter Einfluss von Cannabis

Eine großangelegte Studie der United States National Highway Traffic Administration (NHTSA) wies nach, dass Kraftfahrer, die Cannabis konsumiert hatten, nicht häufiger Verkehrsunfälle auslösten als Kraftfahrer, die nüchtern fuhren. Geringe Mengen Alkohol hingegen führten zu einer erhöhten Unfallrate.

Das heißt natürlich keineswegs, dass es eine gute Idee ist, unter Einfluss von Cannabis Auto zu fahren. Es erklärt jedoch, dass...

12. Eine Legalisierung von Cannabis würde zu einem Rückgang von Verkehrsunfällen führen

Wissenschaftler des Forschungsinstituts IZA und der Universität Bonn fanden 2011 heraus, dass in US-Staaten, in denen Cannabis für den medizinischen Gebrauch legalisiert wurde, die Rate tödlicher Verkehrsunfälle um neun Prozent sank. Zudem stellten sie fest, dass die durch Alkohol verursachten Unfälle um zwölf Prozent zurückgingen - vermutlich, weil die Menschen seit der Legalisierung von Cannabis weniger Alkohol zu sich nehmen.

13. Ein Bier ist die gefährlichere Einstiegsdroge als ein Joint

Cannabis-Gegner berufen sich häufig darauf, dass Cannabis von Jugendlichen als Einstiegsdroge genutzt wird. Untersuchungen zeigen aber, dass Alkohol in diesem Zusammenhang viel gefährlicher ist. Es stimmt zwar, dass viele Menschen, die harte Drogen wie Heroin oder Kokain konsumieren, vorher Cannabis geraucht haben - das bedeutet aber nicht, dass sie aufgrund des Cannabis-Konsums zu härteren Drogen greifen.

14. Es gibt keine Verbindung zwischen Cannabis und Kriminalität

Keine wissenschaftliche Untersuchung konnte nachweisen, dass es eine Verbindung zwischen Kriminalität und Cannabis-Konsum gibt - obwohl einige es versucht haben.

15. Cannabis macht keineswegs dumm

Dass Kiffen dumm macht ist ein Mythos, der sich besonders hartnäckig hält. Cannabis-Experte Dr. Franjo Grotenhermen kann aber beruhigen: “Es gibt bei erwachsenen Menschen keinerlei Hinweise, dass Cannabis schädlich ist. Das entwickelte Gehirn nimmt keinen Schaden.”

16. Cannabis ist nicht gefährlicher als Sex

An einem Joint ist noch niemand gestorben. “Menschen, die aufgrund einer Herzerkrankung nicht in der Lage sind, einen Kilometer zügig zu gehen, ohne dass Beschwerden auftreten, sollten sicherlich kein Cannabis konsumieren, denn es verändert den Blutdruck und steigert die Herzfrequenz”, sagte Dr. Grotenhermen der Huffington Post. “Man könnte aber genauso gut sagen, Cannabis ist so gefährlich wie Sex.”

17. Kiffen macht nicht abhängig

Zumindest nicht körperlich. Studien haben gezeigt, dass etwa fünf bis zehn Prozent der Cannabis-Konsumenten die Kriterien der Abhängigkeit erfüllen - wenn psychischen Symptome ebenfalls berücksichtigt werden und auch nur wenn Cannabis in sehr großen Mengen konsumiert wird. Einige Studien haben sogar belegt, dass es wahrscheinlicher ist, eine Koffein-Abhängigkeit zu entwickeln als eine Sucht nach Cannabis.

18. Cannabis senkt das Wachstum von Lungenkrebs um 50 Prozent

Eine Studie der Harvard University aus dem Jahr 2007 zeigte, dass Cannabis das Wachstum von Lungenkrebs um die Hälfte reduziert. Zudem sorgt der Wirkstoff dafür, dass der Krebs nicht streut.

19. Häusliche Gewalt wird durch die Legalisierung von Cannabis reduziert

Forscher der University of Buffalo stellten fest, dass es bei kiffenden Paaren seltener zu Vorfällen häuslicher Gewalt kommt als in Haushalten, in denen kein Cannabis konsumiert wird. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Cannabis die Konflikt- und Aggressionswahrscheinlichkeit deutlich senkt.

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