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Fachkräftemangel in Deutschland: In diesen Jobs werden gerade die meisten Fachkräfte gesucht

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Engpässe bei Klempnern, zu wenige IT-Kräfte und ein Mangel an Altenpflegern - in 19 Berufen in Deutschland werden gerade Fachkräfte dringend gesucht. Das geht aus dem "Fortschrittsbericht 2014 zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung" hervor, der am Mittwoch das Kabinett passierte. Wäre Deutschland ein Unternehmen, müsste es hier dringend Stellen besetzen - sonst wäre es schon bald nicht mehr betriebsfähig.

"Wenn wir nicht gegensteuern, werden die volkswirtschaftliche Leistungskraft und unsere Sozialsysteme massiv gefährdet", warnt etwa Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Verluste bei der Wertschöpfung in Milliardenhöhe drohten.

Zwar erholt sich die Lage etwas - mit fast einer halben Million Zuwanderern gab es 2013 den größten Zuwachs seit zehn Jahren. Zudem sind deutlich mehr Ältere im Job.

71 Prozent der Unternehmen suchen

Doch das reicht nicht. 71 Prozent der Unternehmen gaben im vergangenen Jahr an, dass es für sie derzeit sehr oder eher schwer sei, neue und ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

Mangel herrscht im Metallbau, in der Ver- und Entsorgung, bei Klempnern und in den Bereichen Sanitär/Heizung - aber auch bei IT-Berufen. Neu in der Liste der Mangelberufe: Spezialisten in der Altenpflege.

Nahles: "Fachkräftesicherung wird zunehmend von guten Arbeitsbedingungen entschieden"

Ministerin Andrea Nahles (SPD) meinte: "Die Fachkräftesicherung wird zunehmend über gute Arbeitsbedingungen entschieden." Laut dem Bericht kann die Zahl der Erwerbspersonen in Deutschland in den kommenden Jahren am stärksten wachsen, wenn die Wochenarbeitszeit von Frauen erhöht wird.

Ein Pilotprojekt in Baden-Württemberg zeigt, wie es gehen kann. Krankenschwestern aus China sollen den Fachkräftemangel in der Pflege eindämmen. Sie erhalten vor Ort eine Weiterbildung zu Altenpflegerinnen erhalten. "Wir brauchen dringend Zuwanderung von Fachkräften auch aus sogenannten Drittstaaten".

Neben Baden-Württemberg sollen chinesische Pflegefachkräfte auch in Hamburg und Bayern zum Einsatz kommen. Insgesamt sollen es in den vier Bundesländern bis Jahresende 150 sein.

jkl/dpa

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