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Die AfD will wissen, wie viele Flüchtlinge in Aachen HIV-positiv sind

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FLUECHTLINGE
Die AfD zeigt, was sie von Flüchtlingen hält | Getty
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Die Einwanderungsfrage beschäftigt Deutschland. Die Parteien diskutieren über ein angemessenes System, um der wachsenden Nachfrage nach Asyl in Deutschland gerecht zu werden.

Nicht wenig Interesse an Einwanderung zeigt der AfD-Ableger in Aachen. Was man dort von Flüchtlingen hält, zeigt eine Anfrage an die Stadt.

Wie "Vice" berichtet, wollte die Partei in Person von Ratsherr Markus Mohr vom Oberbürgermeister unter anderem wissen, wie viele Flüchtlinge die Stadt Aachen gerade beherberge, wie viel das die Stadt genau koste – und wie viele davon HIV-positiv sind.

"Vice" bezieht sich auf ein Schreiben, das auf Twitter veröffentlicht wurde:

Es gibt noch weitere inhaltlich oder in der Wortwahl geschmacklose Fragen, unter anderem nach der "Zusammensetzung des Asylbewerberbestandes".

Die HuffPost hat die Aachener AfD um eine Stellungnahme gebeten. Die Antwort steht noch aus.

Nach dem AfD-Parteitag am vergangenen Wochenende kam von mehreren Seiten die Forderung, der AfD unter der Führung von Bernd Lucke eine Chance zu geben bei dem Versuch, sich im politischen Spektrum als anerkannte Partei zu etablieren. Aber solange die Partei durch bedenkliche Vorstöße und Äußerungen wie jetzt in Aachen von sich Reden macht, wird das kaum gelingen.

In seiner Anfrage an die Stadt Aachen zeigt AfD-Politiker Markus Mohr übrigens nicht zum ersten Mal, was er von Flüchtlingen hält.

Zu deren Unterbringung schrieb er schon auf seiner Webseite: "Viele der Flüchtlinge stammen aus Ländern in denen sie vorher in Baracken oder Hütten wohnten. Teilweise ohne fließendes Wasser. Selbst die Unterbringung in Unterkünften mit gemeinschaftlich zu nutzenden Sanitär- und Küchenräumen stellt für viele Flüchtlinge einen erheblichen Zuwachs an Lebensqualität dar."

Video: Hilfe für Menschen auf der Flucht: So viele Flüchtlinge erwartet Deutschland im nächsten Jahr




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