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Bill Gates: "Wir brauchen eine Weltregierung"

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BILL GATES
Bill Gates: "Wir brauchen eine Weltregierung" | dpa
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Microsoft-Gründer Bill Gates ist der reichste Mann der Welt - und hat eine ganz eigene Vorstellung davon, wie globale Probleme wie Armut, Klimawandel oder Hungersnöte in Zukunft bekämpft werden müssen.

Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" kritisierte Gates, dass besonders im Hinblick auf den Klimawandel "eine Art globale Regierung" fehle. Mit anderen Worten: Gates will eine Weltregierung.

"Das UN-System hat versagt"

"Man kann sich darüber lustig machen, aber in Wahrheit war es traurig, wie die Konferenz in Kopenhagen verlaufen ist, wie einzelne sich verhalten haben, wie das UN-System versagte", sagte der 59-Jährige im Hinblick auf die häufig als gescheitert betrachtete UN-Klimakonferenz 2009 in der dänischen Hauptstadt. Bislang gebe es keinen perfekten Rahmen, so Gates.

Angesichts der drängenden Probleme auf der Welt sei eine globale Regierung "bitter nötig", so Gates. "Nehmen Sie die UN, sie ist vor allem für die Sicherheit auf der Welt geschaffen worden. Für den Krieg sind wir bereit, da haben wir alle Vorkehrungen getroffen. Wir haben die Nato, wir haben Divisionen, Jeeps, trainierte Leute. Aber was ist mit Seuchen? Wie viele Ärzte haben wir dafür, wie viel Flugzeuge, Zelte, was für Wissenschaftler? Gäbe es so etwas wie eine Weltregierung, wären wir besser vorbereitet".

Gates gründete in den 1990er Jahren gemeinsam mit seiner Frau Melinda die Bill & Melinda Gates Foundation, um Menschen weltweit bei der Gesundheitsversorgung und Armutsbekämpfung zu unterstützen.

Gates ist der reichste Mensch der Welt

Dem New Yorker Wirtschaftsmagazin "Forbes" zufolge führt Bill Gates mit mehr als 80 Milliarden Dollar (70 Mrd. Euro) die Liste der reichsten Menschen an. Sein Erfolg heißt Windows. Das weltweit verbreitete Computerprogramm lenkt seit drei Jahrzehnten Milliarden in die Taschen des heute 59-Jährigen.

Zusammen mit Freund und Mitmilliardär Warren Buffett gründete Gates 2010 zudem "The Giving Pledge". Dem Club kann nur beitreten, wer mindestens die Hälfte seines Vermögens wohltätigen Zwecken spendet. Richard Branson und Larry Ellison sind dabei, Diane von Fürstenberg und Barron Hilton, der fast hundertjährige David Rockefeller und Mark Zuckerberg.

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