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Klimawandel: Diese Grafik zeigt, welche Länder den Klimawandel überleben werden

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KLIMAWANDEL
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Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten, die Erde wird wärmer und wärmer. Für viele Deutsche bedeutet das immer noch nicht mehr, als dass Winterreifen inzwischen für sie ein Nice-to-have als ein Must-have sind. Oder, dass sie seit Jahren keine weißen Weihnachten mehr hatten.

Für die allermeisten Menschen in der westlichen Welt bleibt die globale Erwärmung dennoch eine abstrakte Bedrohung, mit der sie sich in ihrem Alltag nicht weiter beschäftigen.

Sie denken: Tropenstürme haben zugenommen? Warum betrifft das uns? Und die abschmelzenden Pole sind auch weit genug weg, als dass sie das Leben der meisten Menschen spürbar verschlechtern würden.

Ganze Erdteile werden dem Klimawandel zum Opfer fallen

Ja, das ist so. Noch. Dieses kleine Wörtchen können auch Klimaskeptiker nicht wegdiskutieren. Also diejenigen, die den Klimawandel für eine überschätzte Gefahr halten, herbeigeredet von Umweltschützern und Schwarzsehern.

Und ohne nun zu denen gehören zu wollen, die unnötig Panik verbreiten - aber diese Grafik ist schon mehr als beängstigend.

Die Karte basiert auf Forschungsergebnissen der University of Notre Dame in Australien. Im Global Adaptation Index (GAIN) untersuchten die Wissenschaftler, welche Länder dem Klimawandel als erstes zum Opfer fallen und welche wohl glimpflich davonkommen werden.

Tiefliegende und schlecht entwickelte Staaten trifft es als erste

Der Web-Designer Jon Whitling hat die Statistiken in eine Grafik umgesetzt, welche die schlimmsten Befürchtungen von Klimaforschern veranschaulicht. Ganze Erdteile werden der Erderwärmung nicht standhalten.

Tiefliegende Inselstaaten wie die Malediven wird es als allererstes treffen. Sie werden buchstäblich vom Meer verschluckt werden. Doch es kommt nicht nur auf die Lage an. Auch soziale Komponenten spielen bei der Gefährdung eine entscheidende Rolle.

Die Studie zeigt, dass Länder wie die USA oder Kanada und auch große Teile Europas besser gewappnet sind, weil Landwirte die Folgen weit weniger spüren werden und die Regierungen mehr Geld zur Klima-Bekämpfung haben.

Norwegen auf Platz ein, Tschad besetzt den letzten Platz

Unter dem Klimawandel leiden werden vor allem arme Regionen, die ökonomisch schwach sind und sich daher keine Gegenmaßnahmen leisten können. Die besten Überlebenschancen hat laut der Studie Norwegen. Am schlechtesten steht der zentralafrikanische Staat Tschad da.

Wirklich überraschen dürften die Ergebnisse der australischen Forscher die meisten nicht, die sich in den letzten Jahren zumindest ein wenig für Umweltpolitik interessiert haben. Aber die Grafik führt die dramatischen Folgen des Klimawandels so deutlich wie kaum eine andere vor Augen.

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Quelle: Jon Whitling/ND-GAIN

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