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Pegida-Organisatoren nutzten Hitler-Zitate und rassistische Parolen, um Mitglieder zu mobilisieren

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PEGIDA
dpa
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Sie sind doch nur besorgt um ihre so geliebte Heimat, haben ja grundsätzlich gar nichts gegen Ausländer und sind schon gar keine Nazis. Was die meisten Anhänger der islam-feindlichen Bewegung "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) von sich behaupten, trifft längst nicht auf alle zu.

Wie der "Spiegel" berichtet, haben Organisatoren der Bewegung von Beginn an rassistische Parolen und Hitler-Zitate eingesetzt, um Menschen zu mobilisieren. Das Magazin bezieht sich auf Einträge in einer geschlossenen Facebook-Gruppe von Pegida.

Siegfried Däbritz, der zum zehnköpfigen Organisationsteam von Pegida gehört, beschimpfte Muslime als "mohammedanische Kamelwämser" oder "Schluchtenscheißer".

Ex-FDP-Politiker hetzte gegen Ausländer

Über die Kurden, die sich dem Terror des "Islamischen Staates" widersetzen, schrieb er auf Facebook: "Sie sind genauso eine große Gefahr für das zivilisierte Europa / Deutschland wie alle anderen Strömungen innerhalb der Mohammedaner." Däbritz war zuvor Mitglied der FDP und saß in seiner Heimatstadt Meißen im Vorstand der Liberalen.

Thomas Tallacker, ebenfalls Mitglied im Organisationsteam, hetzte bereits im Sommer 2013 auf Facebook gegen Asylbewerber: "Was wollen wir mit dem zu 90 % ungebildeten Pack was hier nur Hartz 4 kassiert und unseren Sozialstaat ausblutet."

Video: Islamisierung Deutschlands? Diese Zahlen beweisen das Gegenteil

Nach Berichten über eine Messerstecherei an einem Badesee mutmaßte er: "Bestimmt wieder ein in seiner Entwicklung gestörter oder halbverhungerter Ramadan Türke." Tallacker war Stadtrat der CDU in Meißen, bis ihn seine Partei dazu drängte, dieses Mandat niederzulegen. Däbritz und Tallacker wollten Anfragen des "Spiegel" nicht beantworten.

Wie die internen Facebook-Diskussionen zeigen, stritt die Gruppe in der Anfangszeit über ihren Namen. Ursprünglich sollte Pegida "Friedliche Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" heißen. Damit waren manche unzufrieden. Einer kritisierte: "Ich finde den Namen viel zu nett und gutmenschenfraktionskompatibel. Haben wir das nötig?? Warum muss unbedingt friedliebend rein? Europäer? Ich bin deutscher... NATIONAL ist das Wort."

jkl

Video: Unterhaltsam und aufschlussreich: Diese Grafiken lassen Pegida ziemlich blöd aussehen

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