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Meditation: 7 wissenschaftlich belegte Vorteile geistigen Trainings

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Meditation: 7 wissenschaftlich belegte Vorteile | Thinkstock
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Seit Tausenden von Jahren beziehen Menschen auf der ganzen Welt Kraft und Energie aus der Meditation. Die verschiedenen Techniken und Übungen sollen dem Geist helfen, sich zu beruhigen. Zu fokussieren. Das Bewusstsein zu schärfen für den Augenblick, das Selbst und die Welt, die uns umgibt.

Im Grunde ist Meditation also eine Art Training für den Geist. Zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Vorteilen für die körperliche und geistige Gesundheit des Menschen belegt.

Im Magazin “Perspectives on Phsycological Science” haben Wissenschaftler vier Kernelemente der Mediation festgelegt: das Körper-Bewusstsein, das Selbst-Bewusstsein, die Regulierung von Emotionen und die Regulierung von Aufmerksamkeit.

Einige der erfolgreichsten Menschen unserer Zeit haben längst erkannt, wie wichtig ein regelmäßiges Training für ihren Geist ist. Persönlichkeiten wie Angelina Jolie, Twitter-Mitbegründer Evan Williams, Ford-Präsident Bill Ford, Jerry Seinfeld, Apple-Chef Tim Cook und Medienunternehmer Rupert Murdoch setzen seit Jahren auf Meditation.

Und es gibt keinen Grund, warum Sie das nicht auch tun sollten. Im Gegenteil: Hier sind 7 Gründe, warum Sie am besten noch heute anfangen sollten, zu meditieren:

1. Meditation befreit von Stress

Stress hat äußerst negative Auswirkungen auf Körper und Geist. Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, zur Ruhe zu kommen und wirklich zu entspannen. Meditation kann dabei ein sehr hilfreiches Mittel sein.

Forschungsergebnisse, die 2013 im Journal “Health Psycology” veröffentlicht wurden, haben gezeigt, dass Menschen, die meditieren, sich nicht nur weniger gestresst fühlen, es konnte sogar nachgewiesen werden, dass Meditation die Ausschüttung des Stress-Hormons Cortisol verringert.

2. Meditation verändert das Gehirn positiv

Eine Studie aus dem Jahr 2005 zeigte, dass Menschen, die 40 Minuten am Tag meditierten, eine dickere Kortikalwand (Großhirnrinde) hatten als nicht-meditierende Testpersonen.

Das bedeutet, dass ihre Gehirne langsamer altern. Kortikale Dicke wird außerdem mit Entscheidungsfindung, Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung in Verbindung gebracht.

3. Meditation kurbelt die Kreativität an

Der Neocortex ist die Gehirnregion, in der kreatives, strategisches und visionäres Denken sowie Problemlösung und soziales Verhalten verarbeitet werden. Damit der Neokortex aktiv werden kann, muss das limbische System gewissermaßen zustimmen. Hier werden Emotionen, Motivationen und Erinnerungen verarbeitet.

Wenn das limbische System aktiv ist, wir emotional aus der Balance geraten oder unglücklich sind, ist das Gehirn damit beschäftigt, diese Emotionen zu verarbeiten. Ideen werden dann nicht im Neocortex verarbeitet, unser kreatives Denken ist lahmgelegt.

Meditation hilft dem Gehirn, Emotionen zu steuern, wie Wissenschaftler der Brown University nachweisen konnten. So können meditierende Menschen ihrem Gehirn helfen, die Wege zu kreativem Denken freizulegen.

4. Meditation ist ein wirksames Mittel bei Depressionen

Wissenschaftler der Lund University in Schweden konnten Anfang 2014 beweisen, dass Meditation bei Depressionen und Angststörungen genauso wirksam ist wie kognitive Verhaltenstherapie.

“Achtsamkeits-Übungen in der Gruppe sollten als Alternative zu individueller Psychotherapie in Erwägung gezogen werden, insbesondere in staatlichen Kliniken, die nicht jedem eine individuelle Behandlung anbieten können”, sagte Studienleider Jan Sundquist in einem Statement.

5. Meditation kann Schmerzen lindern

In einer Studie der Wake Forest Baptist University konnte nachgewiesen werden, dass Meditation die Schmerz-Intensität um bis zu 40 Prozent senken kann.

Morphium und andere Schmerzmittel lindern Schmerzen normalerweise um etwa 25 Prozent. Gehirnscans der Probanden zeigten, dass die Gehirnregionen, die Schmerzen verarbeiten, während der Meditation beinahe inaktiv waren.

6. Meditation verbessert den Schlaf

Eine Studie der University of Utah zeigte, dass Menschen, die meditieren, nachts besser schlafen können. “Menschen, die Achtsamkeitsübungen praktizieren, sind in der Lage, ihre Gefühle und ihr Verhalten während des Tages besser zu kontrollieren", sagte Wissenschaftlerin Holly Rau, die an der Studie beteiligt war.

"Zusätzlich besteht ein Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und geringerer Aktivität zur Schlafenszeit, was auf Vorteile für die Qualität des Schlafs und die Fähigkeit, Stress zu kontrollieren, hindeutet.”

Bei der Meditation wird der Geist von allen Gedanken und Ablenkungen befreit, die uns so häufig am Einschlafen hindern.

7. Meditation macht Sie zu einem besseren Menschen

Die Vorteile, die die Meditation für uns selbst hat, sind beeindruckend. Wenn wir Achtsamkeit trainieren und praktizieren, profitieren aber auch die Menschen in unserem Umfeld.

Denn Menschen, die meditieren, sind mitfühlender, wie Forscher der Harvard University nachweisen konnten. Demnach führt Meditation zu einem ausgeprägteren Bedürfnis, Gutes zu tun.

Indem wir unsere Gedanken und Gefühle bewusst steuern, vermeiden wir es auch, unser Handeln von negativen Emotionen beeinflussen zu lassen und diese auf andere Menschen zu übertragen.

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