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Atomkrieg aus Versehen: 120 Diplomaten und Militärs warnen

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ATOMKRIEG
Experten warnen vor dem Risiko von Atomkriegen | Thinkstock
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120 führende Politiker, Diplomaten und Militärs waren: Es seien sofortige Maßnahmen notwendig, um das Risiko für einen Atomkrieg zu minimieren. Die verwirrende politische Lage auf der Welt könnte zu einem Atomkrieg durch Missverständnisse führen.

Vor einer Konferenz in der Wiener Hofburg, bei der sich hochrangige Vertreter aus 160 Staaten mit „humanitären Auswirkungen von Atomwaffen“ beschäftigen, schrieben die Experten einen offenen Brief.

"Unterschätzt oder unzureichend verstanden"

In dem wiesen sie darauf hin, dass die Gefahren solcher Konflikte "unterschätzt oder unzureichend verstanden" würden von politischen Führern auf der ganzen Welt. Das berichtete die britische Zeitung "The Independent" gestern.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem General John McColl, der das Oberstes Hauptquartier der Alliierten Streitkräfte der Nato in Europa führte und General James Cartwright, Vizevorsitzende der US-amerikanischen Joint Chiefs of Staff.

"Potential für militärische Missverständnisse und Eskalation"

"Spannungen zwischen nuklear bewaffneten Staaten und Allianzen in der europäisch-atlantischen Gegend und in sowohl Süd- als auch Ostasien bleiben reich an Potential für militärische Missverständnisse und Eskalation", steht in dem Brief.

"Im Nachhall des Kalten Krieges bleiben zu viele Atomwaffen der Welt bereit, ohne Vorwarnung abgefeuert zu werden, was das Risiko für einen Unfall stark vergrößert", schreiben die Experten.

"Dieser Fakt gibt Führern, die mit einer aktuellen potentiellen Bedrohung konfrontiert sind, zu wenig Zeit, miteinander zu kommunizieren und mit Vernunft zu handeln."

bp

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