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Lustig bis ultrafies: Diese Werbekampagnen wollen Aufmerksamkeit um jeden Preis

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Die Kampagnen des Autovermieters Sixt gehören wohl zu den meist diskutierten Deutschlands. Die Werber von Sixt greifen oft tagesaktuelle Themen auf und bilden sie in ihren Kampagnen ab. Dabei ist keiner vor dem Spott der Autoverleiher sicher.

Dabei überschreiten die Werber aber auch manchmal eindeutig die Grenzen des guten Geschmacks. So warben sie im Sommer 2013 mit dem Gesicht des ehemaligen Psychatriepatienten Gustl Mollath ("Wenn jemand verrückt ist, dann Sixt!"). Nach viel Kritik an dieser Kampagne, entschuldigte sich Sixt. Peinlich, dass es überhaupt zu dieser Kampagne kam.

Auch der ehemalige Finanzminister Oskar Lafontaine fand eine Kampagne mit seinem Konterfei überhaupt nicht lustig: Er prozessierte sogar jahrelang gegen die Firma, weil sie Fotos der Regierungsmannschaft zeigte und ihn durchgestrichen hatte. Darunter stand: "Sixt verleast auch Autos für Mitarbeiter in der Probezeit."

Von lustig bis ultrafies - wir haben die aufsehenerregendsten Kampagnen für Sie zusammengestellt. Sie sind ein Spiegel der deutschen Zeitgeschichte. Wer heute einen Shitstorm erlebt, muss wohl nicht lange warten, bis Sixt daraus eine Kampagne strickt.

Peer Steinbrück wird diese Geste vermutlich mittlerweile bereuen.

Quelle: Sixt.de Natürlich bekam nach seiner Verurteilung auch der ehemalige italienische Ministerpräsident bei Sixt groß raus.

westerwelle

Quelle: Sixt.de Aus den Steuerplänen von Guido Westerwelle ist nichts geworden, aber seine Ankündigung lebt in dieser Sixt-Kampagne weiter.

Wer am Boden liegt, darf nicht auf Mitleid der Sixt-Kreativen hoffen. Das erlebte auch Philipp Rösler, nachdem er als FDP-Parteichef gescheitert war.

ulla schmidt

via Sixtblog

Diesen Skandal konnte sich der Autoverleiher nicht entgehen lassen. Bundesgesundheitsminitserin Ulla Schmidt stolperte über eine Dienstwagen-Affäre an ihrem Urlaubsort in Spanien und Sixt hatte die passende Antwort parat.

reim

Quelle: Sixt.de Matthias Reim ist bekanntermaßen pleite. Da blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als sich als Werbemotiv zur Verfügung zu stellen.

Ja, das glaubt man gerne! Der Bahnstreik hat den Autoverleihern mit Sicherheit Rekordumsatz beschert.

Das Roberto Blanco "blanko" ist, also kein Geld mehr hat, hat die Öffentlichkeit mitbekommen. Das er aber auch über eine ordentliche Portion Selbstironie verfügt, wissen wir jetzt dank den Werbern von Sixt.

Da durch den Lokstreik viele Leute von der Schiene auf die Straße ausweichen mussten, kürte Sixt den Vorsitzenden der Lokomotivführergewerkschaft GDL direkt zum "Mitarbeiter des Monats".

"Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Nachdem die FDP ihre Bundestags-Sitze verloren hat, wird sie auch noch von dem Autoverleiher süffisant vorgeführt.

Mit ihrer Bemerkung über das Internet hat sich Angela Merkel viele Lacher eingefangen. Da hat es auch nicht lang gedauert, bis Sixt eine Kampagne daraus gemacht hat.

Nachdem herauskam, dass in etlichen Fertig-Lasagnen statt Rindfleisch Pferdefleisch verarbeitet wurde, konnte Sixt nicht widerstehen und hat das Thema aufgegriffen.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich über diese fiese Gegenüberstellung mit Sicherheit nicht gefreut. Kann man gut verstehen.

merkel

Angela Merkels Frisur ist schon landauf, landab Thema gewesen. Sixt greift das gerne auf.

wulff

Bitter für den Ex-Bundespräsidenten. Job weg, Frau weg. Und dann auch noch Gesicht einer Sixt-Werbekampagne.

peanuts

Der frühere Chef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, bezeichnete eine Schadenssumme von 50 Millionen DM im Jahr 1994 als "Peanuts". Mit dieser Bemerkung löste er eine Welle von Empörung aus. Sixt griff den Begriff später natürlich auch noch mal für eine Kampagne auf.

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