Tod aus der Dose? So gefährlich ist Red Bull wirklich

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RED BULL
Red Bull - wie gefährlich ist der Energy-Drink? | Getty Images
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„Red Bull verleiht Flügel“ und „Red Bull wird aus Stierhoden hergestellt“ - zwei Sätze, die einem sofort in den Sinn kommen, wenn man an Red Bull denkt.

Der erste Satz entspricht natürlich nicht der Wahrheit, ( auch wenn so mancher Amerikaner fest daran geglaubt hat).

Das zweite Gerücht dagegen hält sich ziemlich hartnäckig. Stecken wirklich Tierhoden in dem Energy-Drink? Und ist er sogar schädlich für die Gesundheit? Wir haben da mal nachgeforscht. Hier sind einige verbreitete Annahmen über Red Bull - und was wirklich dahinter steckt.

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1. Red Bull erhöht das Herzinfarkt-Risiko

Einst warnten Wissenschaftler, dass bereits eine Dose des Getränks das Herzinfarkt-Risiko erhöhen könne. Leider kein Mythos, sondern die Wahrheit.

In einer Studie konnten australische Forscher belegen, dass der Red Bull das Blut "klebrig" macht und sich die Blutwerte eine Stunde nach dem Konsum bereits verschlechtern.

Wissenschaftler Dr. Scott Willoughby vom Cardiovascular Research Centre am Royal Adelaide Hospital in Australien gibt zu bedenken, dass zusätzlicher Stress und Bluthochdruck in der Kombination mit Red Bull "potentiell tödlich wirken können", sagte er der "Daily Mail".

Deshalb wird Menschen, die Herzkreislauf-Probleme haben, dringend davon abgeraten, Energy-Drinks zu trinken.

2. Die Kombination von Alkohol und Red Bull kann tödlich sein

Wodka-Red-Bull gehört zu einer Clubnacht wie die roten Stiere zu Sebastian Vettels Formel-1-Uniform. Auch wenn es papp-süß schmeckt und man diese Getränkewahl am nächsten Morgen oft bereut, ist sie vor allem bei Jugendlichen beliebt.

Aber ob Red Bull in Verbindung mit Alkohol wirklich tödlich sein kann, blieb bisher ungeklärt. Allerdings schrieb das Bundesinstitut für Risikobewertung bereits 2008:

In der Vergangenheit kam es zu Todesfällen, die in einem möglichen Zusammenhang mit dem Konsum von Energy-Drinks in Verbindung mit der Aufnahme von Alkohol oder ausgiebiger sportlicher Betätigung gesehen wurden, ohne dass allerdings eine Kausalität bewiesen wurde. Wissenschaftler ziehen in Betracht, dass die typischen Energy-Drink-Inhaltsstoffe sich in ihrer toxikologischen Wirkung gegenseitig verstärken und somit zu gesundheitsrelevanten Beeinflussungen von Körperfunktionen führen könnten.

Bisher konnte keine Studie einen direkten Zusammenhang nachweisen. Vorsicht sollte dennoch geboten sein, denn eine Untersuchung der Universität Sao Paulo zeigte, dass der Konsum von Energy-Drinks in Kombination mit Alkohol zu einer schlechteren Einschätzung der eigenen Betrunkenheit führt.

3. Taurin bewirkt den Energiekick

Taurin ist eine Aminoethansulfonsäure und entsteht beim Abbau der Aminosäure Cystein. Taurin kann also vom Körper selbst hergestellt werden. Es reguliert das Zellvolumen und das in der Zelle enthaltene Calcium.

Obwohl der menschliche Körper es selbst produziert, hat Taurin ist sich als eine hervorragende Marketingstrategie für Red Bull erwiesen. Dem Kunden wird suggeriert, dass es in Verbindung mit dem Koffein leistungssteigernd wirkt.

Doch wissenschaftliche Erkenntnisse liegen dafür nicht vor. Auch "Stiftung Warentest" kommt zu dem Ergebnis, dass Taurin nicht für den Energiekick verantwortlich ist und auch keine konzentrationssteigernden Effekte hat

Die Wirk-Formel von Red Bull ist sogar relativ simpel: Die Kombination aus Koffein und Zucker ist für den Energieschub verantwortlich.

4. Energy-Shots sind harmlos

Seit einigen Jahren ist der Red Bull „Energy Shot“ erhältlich und verspricht eine schnelle und langanhalte Aufputschwirkung. Für die Shots wird hochkonzentriertes Koffein verwendet und in hohen Mengen in die kleinen Fläschchen gefüllt. 1.240 Milligramm Koffein pro Liter, um genau zu sein.

Das entspricht dem Vierfachen des Grenzwertes. Laut "Stiftung Warentest" enthält ein Energy-Shot etwa so viel Koffein wie eine normale Dose Red Bull. Wegen der kleinen Größe von nur 60 Millilitern wird die Verzehrempfehlung von einem Fläschchen pro Tag häufig ignoriert.

Deshalb kennzeichnete das BfR Energy Shots im Jahr 2009 als nicht sicher.

5. Das Taurin in Red Bull stammt aus Stierhoden

Das Gerücht, dass das in Red Bull enthaltene Taurin aus den Geschlechtsorganen von Stieren stammt, hält sich hartnäckig. Doch das Unternehmen stellt klar:

Viele Menschen sind sich sicher, dass es von dem empfindlichsten Teil des stärksten und potentesten Bullen der Welt stammt. Das Taurin in Red Bull Energy Drink ist jedoch eine rein synthetische Substanz, hergestellt auf höchstem Qualitätsstandard.

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