POLITIK

Alltagsrassismus: So werden Menschen in Deutschland diskriminiert

17/11/2014 13:00 CET | Aktualisiert 17/11/2014 19:36 CET

In der Realität ist Deutschland längst eine bunte Multi-Kulti-Gesellschaft. Nur in den Köpfen vieler Menschen befindet sich die Bundesrepublik noch in Zeiten des Schwarz-Weiß-Fernsehens.

Laut einer Forsa-Umfrage beobachten 23 Prozent der Deutschen bei ihren Landsleuten ein ablehnendes Verhalten gegenüber Flüchtlingen. Besonders erschreckend: Entgegen den Vorurteilen sind es nicht nur die älteren Menschen, deren Ansichten höchst bedenklich sind.

Eine Studie der Bundesregierung hat kürzlich ergeben, dass die Hälfte aller deutschen Studenten glaubt, dass Deutschland die Grenze seiner Integrationsfähigkeit von Ausländern bereits überschritten habe.

Diese Haltung dürfte nicht selten der Nährboden für Alltagsrassismus sein, also der Form des Rassismus, die subtil daherkommt. Dazu zählen über Jahrzehnte verfestigte Aussagen über Migranten, die laut einer Untersuchung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung „vielfach höchst ideologiebefrachtet“ sind.

Eine Kampagne der Deutschlandstiftung Integration soll jetzt auf das Problem Alltagsrassismus aufmerksam machen. Unter dem Titel „Auch ich bin Deutschland“ wollen die Macher des Projekts darauf hinweisen, „dass Menschen, die hier geboren oder aufgewachsen sind, von Teilen der Gesellschaft nicht als ‚Deutsche’ wahrgenommen werden“, heißt es auf der Webseite.

Dafür halten junge Menschen Plakate in die Kamera, auf denen Sätze stehen, mit denen sie häufig diskriminiert werden. „Du bist aber hübsch für eine Schwarze“, heißt es etwa auf einem Blatt Papier, das eine junge Frau in den Händen hält.

Die Foto-Kampagne der Deutschlandstiftung Integration ist hier zu finden. Die Huffington Post zeigt eine Auswahl der Bilder.

Alltagsrassismus in Deutschland

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