Edathy soll Kinderpornos von russischen Internetseiten heruntergeladen haben

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Es gibt neuer Erkenntnisse im Fall Edathy. Wie der "Spiegel" berichtete, hat der ehemalige Bundestagsabgeordnete Teile des einschlägigen kinderpornografischen Materials offenbar von russischen Internetservern heruntergeladen.

Die Staatsanwaltschaft Hannover, die seit 2013 gegen Sebastian Edathy (SPD) ermittelt, gehe davon aus, dass das Material von zwei russischen Domains stammt.

Das stellten die Staatsanwälte in ihrer Anklageschrift vom 15. Juli 2014 dar. Im November 2013, so die Anschuldigung, soll Edathy über den Bundestagsserver gezielt Internetseiten mit der Endung .ru besucht haben. Wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben, hat der Politiker an manchen Tagen die Seiten auch mehrfach aufgerufen.

Zuletzt war er laut "Spiegel"-Informationen offenbar am 10. November auf den russischen Seiten aktiv. Das war vier Tage bevor die kanadische Polizei die Ermittlungen gegen Edathy öffentlich machte.

Edathy bestreitet bis heute, jugendpornografisches Material besessen zu haben. Das Landgericht Verden muss nun entscheiden, ob die Vorwürfe reichen, um die Anklage zuzulassen.

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