Forscher haben die häufigste Ursache von Frühgeburten entdeckt

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Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa jedes zehnte Kind auf der Welt eine Frühgeburt ist. Unter den 673.544 Kindern, die 2012 in Deutschland geboren wurden, sind etwa 63.000 Frühchen.

Als Frühgeburt zählt jedes Kind, das vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird.

Forscher der Queen Mary Universität haben jetzt in Zusammenarbeit mit Forschern des University College London herausgefunden, was die Ursache für etwa 40 Prozent aller Frühgeburten ist.

In Tests haben die Forscher nachgewiesen, dass es durch das Dehnen der amniotischen Membran (Fruchtblase) zu einer Überproduktion des hormonähnlichen Stoffes Prostaglandie E2 kommt. Dieser aktiviert das Protein Connexin 43 (ein Protein das für den Molekülaustausch zwischen den Zellen mitverantwortlich ist) und verkleinert damit die Festigkeitseigenschaften der Membran.

Diese chemischen Reaktionen im Körper können dazu führen, dass die Fruchtblase reißt und es zu einer Frühgeburt kommt.

Die Forschungsergebnisse sind ermutigend. Die Wissenschaftler hoffen, schon bald eine Therapiemöglichkeit für diese Art von Membranveränderungen vorstellen zu können. Die Zahl von Frühgeburten könnte dadurch stark eingeschränkt werden.

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