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5 gefährliche Nebenwirkungen von Ibuprofen

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Schmerztabletten sind in Deutschland in jeder Apotheke rezeptfrei zu bekommen. Und die Deutschen greifen gerne zu: Rund 142 Millionen Packungen Schmerzmittel sind im Jahr 2013 verkauft worden.

Jahrzehntelang war Aspirin das beliebteste Mittel in Deutschland. Inzwischen ist aber Ibuprofen der Spitzenreiter. 71 Millionen Ibu-Schachteln gingen im vergangenen Jahr über die Theken der Apotheken.

Viele Konsumenten unterschätzen jedoch die teils lebensgefährlichen Nebenwirkungen von Schmerztabletten. Zwar hat Ibuprofen sich ein besonders gutes Image erarbeitet - das macht den Wirkstoff aber nicht harmloser.

Hier sind 5 gefährliche Nebenwirkungen von Ibuprofen, die häufig unterschätzt werden:

1. Magengeschwüre

Ibuprofen wirkt, indem es das Warnsignal “Schmerz” des Körpers hemmt. Körpereigene Schutzhormone, sogenannte Prostaglandine, werden außer Gefecht gesetzt. Das Problem ist aber, dass diese Prostaglandine eigentlich unseren Magen-Darm-Trakt, das Herzkreislauf-System und die Nieren schützen sollen.

Werden die Prostaglandine gehemmt, ist der Magen besonders sensibel und wird durch Verdauungsenzyme und die eigene Magensäure geschädigt. Magenschmerzen und Übelkeit sind daher eine häufige Nebenwirkung von Ibuprofen. Und es kann sogar noch schlimmer kommen. Magengeschwüre und Magenblutungen können bei einer Einnahme des Mittels über einen längeren Zeitraum zu möglichen Risiken werden.

2. Nierenschäden

Wie die meisten Medikamente wird auch Ibuprofen über die Niere abgebaut und kann Schäden verursachen. Arzneimittel sind mit 30 Prozent übrigens die häufigste Ursache für ein Nierenversagen. Deshalb ist es besonders wichtig, die Medikamente nicht ohne ärztliche Zustimmung über einen längeren Zeitpunkt einzunehmen. Nierenschmerz, Blut im Urin, Wasseransammlungen im Körper und geschwollene Beine sind laut Stiftung Warentest Hinweise auf einen Nierenschaden. Die Verbraucherorganisation hat kürzlich 76 rezeptfreie Schmerzmittel getestet.

3. Herzinfarkt und Schlaganfall

Neue Studien bringen ein mögliches Herzinfarktrisiko mit Ibuprofen in Verbindung. Insbesondere bei dauerhafter und hochdosierter Einnahme von Ibuprofen steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, merklich an. Das fanden Forscher an der Oxford University in einer groß angelegten Studie heraus. Für Raucher und Menschen mit Übergewicht ist die Gefahr sogar noch größer.

4. Erkrankungen des Nervensystems

Zu den gelegentlichen Nebenwirkungen von Ibuprofen gehören auch Sehstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.

5. Asthma und Allergien

Stiftung Warentest zählt auch Asthma und Allergien zu möglichen Nebenwirkungen von Ibuprofen. Besonders Menschen, die ohnehin zu Allergien neigen oder an Asthma leiden, müssen vorsichtig sein. Durch Hemmung der Prostaglandine werden andere entzündungsfördernde Enzyme vermehrt ausgeschüttet, die für Allergiker zur Gefahr werden können.

All die möglichen Schädigungen durch Schmerztabletten wie Ibuprofen machen deutlich, dass sie mit Bedacht eingenommen werden müssen. Dass sie rezeptfrei erhältlich sind, macht sie nicht ungefährlich. Für einen gesunden Menschen ist die Einnahme von Ibuprofen vertretbar, solange sie nicht länger als vier Tage am Stück anhält und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat erfolgt.

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