Deutscher Dschihadist droht Merkel

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Zunehmend nimmt die Terrormiliz Islamischer Staat (ISIS) westliche Staaten ins Visier, die sich an Militäraktionen gegen sie beteiligen.

Am gestrigen Mittwochabend stellte ISIS ein Video ins Netz, in dem Kämpfer aus westlichen Ländern ihren ehemaligen Regierungen drohen. Das berichtet die "Welt".

In dem Film droht ein radikaler Islamist aus Nordrhein-Westfalen der Bundeskanzlerin und ruft Muslime aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf, sich den Dschihadisten anzuschließen.

Ein Transkript des Videos in englischer Sprache ist auf der Website von Site Intelligence verfügbar.

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Nach Angaben von Site Intelligence wurde das 9 Minuten und 14 Sekunden lange Video mit dem Titel "Wartet. Auch wir warten!" vom Al-Hayat Media Center produziert.

Es zeigt drei Männer mit den Kampfnamen, Abu Abdullah Al-Britani, Abdul Wadoud Al-Firansi, and Abu Dawud Al-Almani, in Dabiq, eine Stadt in Aleppo, Syrien. Alle drei sprechen dabei ihre Landessprache.

Die Namen Al-Britani, Al-Firansi und Al-Almani stehen dabei jeweils für "der Brite", "der Franzose" und "der Deutsche".

"Wir warten auf euch! Seit 1400 Jahren warten wir auf euch! Und das Versprechen Allahs - der verehrte und erhabene - ist wahr!", sagt der deutsche Dschihadist mit dem Kampfnamen "Abu Dawud" in dem Video an die USA gerichtet.

"Schmutzige Merkel"

Er spielt dabei auf die Zeit seit der Gründung des Islams im siebten Jahrhundert an.

"Das Gleiche gilt für euch, ihr Deutschen! Die schmutzige Merkel! Nachdem du deine Geschenke abgegeben hast an Israel. Versammelt ihr euch alle! Hollande, Cameron, Putin! Versammelt euch gegen die Muslime. Ihr werdet nur verlieren!"

Weiter ruft der deutsche Dschihadist seine "Geschwister in Deutschland, Österreich, in der Schweiz" auf, sich der Terrororganisation "Islamischer Staat" anzuschliessen. "Sitzt nicht mit den Schmutzigen! (...) Kämpft auf dem Weg Allahs!"

Dschihadist stammt aus Gladbeck

Bei dem radikalen Islamisten "Abu Dawud" handelt es sich nach Informationen der "Welt" um den Konvertiten Michael N., ehemals wohnhaft in Gladbeck.

Der Extremist gilt laut Sicherheitskreisen als islamistischer Gefährder. Er war eine Führungsperson der inzwischen verbotenen Salafisten-Organisation "Millatu Ibrahim", die im Juni 2012 durch das Bundesinnenministerium verboten wurde.

Michael N. predigte nach Informationen der "Welt" häufig in der Moschee-Gemeinde "Millatu Ibrahim" in Solingen.

Im Sommer 2012 reiste der Islamist gemeinsam mit seiner Ehefrau aus Deutschland nach Ägypten aus. Später soll sich Michael N. kurzfristig in Libyen aufgehalten haben, bevor er nach Syrien reiste, und sich dort dem "Islamischen Staat" anschloss.

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