Das sind die beliebtesten "Tatort"-Folgen aller Zeiten

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© HR/Philip Sichler
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"Im Schmerz geboren", so hieß der jüngste "Tatort" mit Ulrich Tukur alias Kommissar Felix Murot. Es gab viele Leichen, eine unkonventionelle Erzählweise und tolle Schauspieler. Das honorierten auch stolze 9,29 Millionen Zuschauer.

Und die Fangemeinde der sonntäglichen Krimi-Reihe ist sich im "Tatort-Blog" einig: Diese Folge ist die neue Nummer eins am "Tatort"-Himmel. Wir verraten Ihnen welche Fälle sonst noch in der Gunst des TV-Publikums hoch angesehen sind.

"Borowski und der Engel"

Hinter dem Wiesbadener Glanzstück reiht sich "Borowski und der Engel" (Erstausstrahlung: 29. Dezember 2013) ein. Axel Milberg muss in diesem Kieler Fall als Kommissar Klaus Borowski einen vermeintlichen Verkehrsunfall mit Todesfolge aufklären. Während kaum einer ein Kapitalverbrechen hinter dem Unfall vermutet, bleibt Borowski skeptisch.

Denn die einzige Zeugin, eine Altenpflegerin, die zugleich beim Opfer erste Hilfe leistete, scheint irgendetwas zu verbergen. 8,73 Millionen Zuschauer schalteten ein. Milberg und seine Kollegin Sibel Kekilli wurden für diese Episode gar für den Grimmepreis nominiert.

"Franziska"

Auf Rang drei der Bloggerliste befindet sich eine der wohl emotionalsten Folgen der jüngeren "Tatort"-Geschichte. Im Kölner Fall "Franziska" (Erstausstrahlung: 5. Januar 2014) gilt es für die Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär), starke Nerven zu beweisen. Ihre Assistentin Franziska (Tessa Mittelstaedt) wird von einem Häftling im Besucherraum des Gefängnisses festgehalten und bedroht.

Die Lage droht zu eskalieren. Da dieser "Tatort" einige brutale Szenen enthält, durfte er nicht wie gewohnt um 20:15 Uhr, sondern erst nach 22 Uhr ausgestrahlt werden. 7,32 Millionen Zuschauer zitterten und fieberten trotzdem mit dem Kölner Duo mit.

"Weil sie böse sind"

Dieser "Tatort" ist wieder in Hessen beheimatet. Die Frankfurter Ermittler Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) und Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) begeisterten mit ihrem Fall "Weil sie böse sind" 7,54 Millionen Zuschauer bei der Erstausstrahlung am 3. Januar 2010.

Dellwo und seine Kollegin müssen den Mord an einem reichen Stifter aufklären. Da der Täter (Milan Peschel) im Affekt gehandelt hat, wären eigentlich genug Beweise am Tatort zu finden gewesen. Doch der Sohn (Matthias Schweighöfer) des Toten verwischt die Spuren und will den Mörder für seine eigenen perfiden Rachepläne gegen seine verhasste Familie instrumentalisieren.

"Ohnmacht"

Unter die Top Fünf der besten "Tatort"-Folgen schafft es noch ein weiterer Kölner Fall. In "Ohnmacht" wird Hauptkommissar Max Ballauf Zeuge einer brutalen U-Bahn-Schlägerei. Als er Eingreifen will, wird auch er niedergestreckt. Nachdem er wieder zu sich gekommen ist, muss er feststellen, dass die Täter entkommen sind. Das Opfer verstirbt wenig später im Krankenhaus. Dank der Videoaufzeichnungen am Bahnhof können die jugendlichen Täter jedoch schnell ermittelt werden.

Aber Ballauf darf als Zeuge nicht selbst ermitteln. Kollege Freddy Schenk übernimmt. Bei den beiden Teenagern stößt er aber auf Granit. Sie geben an, dass das Opfer die Schlägerei provoziert habe. 10,05 Millionen "Tatort"-Fans schalteten am 11. Mai dieses Jahres bei der Erstausstrahlung ein. Nur zehn andere "Tatorte" hatten noch mehr Zuschauer.

Die beliebtesten Fälle, sind aber nicht immer gleich die erfolgreichsten. Wenn es nämlich rein nach der durchschnittlichen TV-Zuschauerzahl der "Tatort"-Ermittler geht, dann liegen andere Episoden an der Spitze. So lockte das Münsteraner Duo Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) mit seinem Fall "Mord ist die beste Medizin" phänomenale 13,13 Millionen Zuschauer vor die Mattscheibe.

Rekord ist das aber noch nicht. Denn diesen erzielte 1992 die Folge "Stoevers Fall". Damals wollten 15,86 Millionen Hobby-Ermittler mit Manfred Krug (Paul Stoever) und Charles Brauer (Peter Brockmöller) in St. Pauli auf Verbrecherjagd gehen.

Auch den dritten Platz der meistgesehenen "Tatorte" nehmen Krug und Brauer ein. Im September 1993 schalteten 12,83 Millionen Menschen bei der Epidose "Um Haus und Hof" ihre Flimmerkiste ein. Mit "Summ, summ, summ" (24. März 2013) folgen darauf wieder Thiel und Boerne.

12,81 Millionen Zuschauer sahen den beiden Münsteraner Ulknudeln bei der Arbeit zu, bei der sie es mit einem besonderen Gast zu tun hatten: Schlagersänger Roland Kaiser feierte mit seiner Rolle als Roman König im "Tatort" sein Schauspiel-Debüt.

Ein anderer Debütant ballerte sich in seinem ersten "Tatort"-Fall im Quoten-Ranking auf den fünften Platz. Nuschel-Held Til Schweiger wollten bei seinen Dienstantritt in "Willkommen in Hamburg" (10. März 2013) durchschnittlich 12,57 Millionen Zuschauer sehen.

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