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28/09/2014 15:21 CEST

Emma Watsons Rede vor der UN inspirierte 15-Jährigen zu einem erstaunlichen Brief

Getty

Emma Watsons Rede über Feminismus vor der UN hat zu verschiedensten Reaktionen geführt. Die einen feierten sie als neue Heldin des Feminismus, andere kritisierten die Niedlichkeit ihres Auftritts.

Einen 15-Jährigen Jungen aus Großbritannien haben die Worte der Schauspielerin so sehr beschäftigt, dass er beschloss, einen Brief zu schreiben, der in gekürzter Version im "Sunday Telegraph" veröffentlicht wurde. Seither verbreitet er sich rasend schnell im Netz.

Ed Holtom, der eine reine Jungenschule besucht, schreibt:

Jungs sollten Emma Watson zuhören

Ich habe mir Emma Watsons Rede angesehen und ich stimme ihr in allem zu, was sie sagt. Deshalb war ich sehr enttäuscht darüber, wie ignorant einige der Jungs aus meiner Klasse dem Thema gegenüber stehen (ich bin 15 Jahre alt und besuche eine private Jungenschule). Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einem westlichen Land leben, in dem Frauen sich gegen Stereotypen aussprechen können. Beim Feminismus geht es nicht um Männer-Hass oder weibliche Überlegenheit. Es bedeutet laut Definition sogar das Gegenteil. Es ist wirklich sehr einfach: Wenn man an die soziale, politische und ökonomische Gleichheit der Geschlechter glaubt, ist man Feminist. Wenn wir Wörter wie "mädchenhaft" oder "jungenhaft" benutzen, glauben wir unbeabsichtigt an Geschlechter-Stereotypen. Wir spielen mit Spielsachen, die für unser Geschlecht designt wurden, wir wählen Sportarten, die zu unserem Geschlecht passen, dass häufig gehen wir auf getrennte Schulen. Und trotzdem ist einiger Aufwand nötig, um die Menschen auf Geschlechter-Ungleichheiten aufmerksam zu machen und auf die Ungerechtigkeit, die daraus folgt - für beide Geschlechter. Wenn wir Gleichheit wollen, reicht es nicht, Männer und Frauen dasselbe Gehalt zu zahlen oder Frauen dieselben Chancen zu sichern. Wir alle müssen eine aktive Entscheidung treffen und unsere Sprache ändern. Wir müssen aufhören, uns gegenseitig unter Druck zu setzen, nur damit wir Stereotypen erfüllen, die häufig dazu führen, dass wir uns unterdrückt fühlen und nicht in der Lage, uns wirklich zum Ausdruck zu bringen. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Geschlecht definiert, wer wir sind.

Ed Holtom

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