Warum die Cannabis-Legalisierung tödliche Autounfälle verhindert

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CANNABIS MEDIZIN
Eine Cannabis-Legalisierung für medizinische Zwecke könnte die Unfallrate sinken lassen. | Getty Images
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Für alle, die dachten, alle Vorteile der Legalisierung von Cannabis seien schon gefunden, haben wir eine gute Nachricht: Dem ist ist nicht so.

Wir hatten unter anderem schon berichtet, dass eine Legalisierung der Droge Rückläufe in häuslicher Gewalt zur Folge hat, die Wirtschaft ankurbelt, Steuereinnahmen steigen lässt und hilft, die kriminelle Drogenmafia zu bekämpfen.

Und nun gewinnt eine schon etwas ältere Studie aus dem Jahr 2011 in dem Zusammenhang wieder an Bedeutung. Ihr zufolge führt die Legalisierung von Cannabis zu weniger tödlichen Verkehrsunfällen.

Forscher des Forschungsinstituts IZA und der Universität Bonn fanden heraus, dass in US-Staaten, in denen Cannabis für den medizinischen Gebrauch legalisiert wurde, die Rate tödlicher Verkehrsunfälle um neun Prozent sank – was allein für die Forscher aber noch keinen ausreichend signifikanten Zusammenhang darstellte.

Den sahen sie dagegen bei durch Alkohol verursachten Unfällen, welche um zwölf Prozent zurückgingen. Bei Unfällen, bei denen große Mengen Alkohol im Spiel waren, waren es 14 Prozent.

Grundlage für diese Untersuchungen war die Annahme, dass die Menschen weniger Alkohol trinken, wenn sie Cannabis konsumieren dürfen.

„Wir waren erstaunt, wie wenig über die Effekte einer Cannabis-Legalisierung für medizinische Zwecke bekannt ist. Wir haben uns die Zahlen der Verkehrstodesfälle angeschaut – weil es gute Daten gab, konnten wir bei den Unfällen sehen, ob Alkohol ein Faktor war“, zitiert das amerikanische Magazin „Time“ den Hauptautor der Studie, Daniel Rees, der auch als Wirtschaftsprofessor in der University of Colorado-Denver arbeitet.

Auch auf HuffingtonPost.de: Wissenswertes über Cannabis



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