Armutsquote: Das sind die ärmsten Regionen Deutschlands

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Das sind die ärmsten Regionen Deutschlands | Thinkstock
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Welche Städte und Regionen in Deutschland sind am stärksten von Armut betroffen?

Armutsgefährdet ist per Definition, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens hat.

Doch bei so einer Berechnung werden die regionalen Preisunterschiede nicht berücksichtigt - deshalb hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln nach eigenen Angaben erstmals die unterschiedlichen regionalen Preisniveaus für die Armutsquote berücksichtigt.

Die Ergebnisse der preisbereinigten Armutsquote sind aufschlussreich. „Geht es nur nach den Einkommen, zeigen Deutschlands Armutsquoten ein starkes West-Ost-Gefälle. Berücksichtigt man aber, dass die Preise regional variieren, kommen ganz andere Muster zustande“, erklärt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Dann nämlich ergibt sich ein Stadt-Land-Gefälle - und die Abstände zwischen den Großstädten und den ländlichen Regionen werden immer sichtbarer.

Wer hat die rote Laterne? Es ist Köln. Dort sind 26 Prozent der Bewohner armutsgefährdet. „Auch die Ruhrgebietsstädte Dortmund, Gelsenkirchen und Duisburg liegen in der Negativ-Rangliste weit oben", erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Selbst wirtschaftsstarke Standorte wie Frankfurt und Main und Düsseldorf seien betroffen – dort seien 23 Prozent der Bewohner armutsgefährdet.

Details: In diesen Städten und Regionen ist die preisbereinigte Armutsquote am höchsten:

1. Köln (26,4 Prozent)


2. Dortmund (25,5 Prozent)


3. Berlin Bezirk Mitte (Tiergarten, Wedding), Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Bezirk Spandau (24,5 Prozent)


4. Bremerhaven (24,3 Prozent)


5. Leipzig (24,3 Prozent)


6. Duisburg (24,1 Prozent)


7. Frankfurt am Main (23,5 Prozent)


8. Gelsenkirchen (23,5 Prozent)


9. Bremen (23,4 Prozent)


10. Hannover (23,4 Prozent)





Es folgen die Stadt Düsseldorf, Greifswald, Stralsund, der Landkreis Rügen, der Landkreis Nordvorpommern, der Landkreis Ostvorpommern und der Landkreis Uecker-Randow (je 22,4 Prozent). Danach Wuppertal (21,6 Prozent) Offenbach am Main, Darmstadt, Wiesbaden (21,4 Prozent), Bielefeld (21,3 Prozent), Bonn (21 Prozent), Essen, der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (je 20, 9 Prozent), Rostock und der Landkreis Rostock (20,2 Prozent) sowie die Stadt Aachen und der Landkreis Aachen (20,1 Prozent).



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