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Peinlich: AfD fordert Sprachkurse, kann das Wort aber nicht schreiben

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Das Wahlprogramm der sächsischen AfD setzt bewusst auf großbürgerlichen, altkonservativen Gestus: Die Einwanderungspolitik der Landesregierung wird beispielsweise als "Integrationsfolklore" verhöhnt.

Die sächsische AfD fordert eine "strikte Anwendung des Asylrechts" (mit Ausrufezeichen) und will eine "Erziehungsoffensive für bessere Disziplin" voranbringen. Da dürfte mancher Preußennostalgiker vor lauter Rührung ins Stillgestanden gehen.

Bei einem näheren Blick in das Programm ist es mit dem inneren Strammstehen dann jedoch bald vorbei. Ausgerechnet im Kapitel "Integration" ist der sächsischen AfD ein peinlicher Fehler unterlaufen. Im Kapitel IV.2.2 fordert die Partei verpflichtende Sprachkurse "auf hohem Niveau" für alle Einwanderer, die Sozialleistungen beziehen.

Dumm nur, dass in der Überschrift des Absatzes statt "Sprachkurse" das drollige Wort "Sprachkurze" steht (S. 18 im Wahlprogramm).

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Wer andere Menschen zu "Sprachkurzen auf hohem Niveau" zwingen will, sollte sich vielleicht selbst vorher erst einmal ein ordentliches Rechtschreibprogramm besorgen.

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