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5 Dinge, die Stadtmenschen wirklich glücklich machen

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BERLIN
5 Dinge, die Stadtmenschen glücklich machen | Audi Urban Future Initiative

Der „Homo urbanus“, der gemeine Stadtmensch, ist auf dem Vormarsch: Heute wohnen bereits 56 Prozent der Weltbevölkerung in Metropolen, 2050 werden es rund 70 Prozent sein, die auf nur drei Prozent der Erdoberfläche leben.

Das macht die Erforschung der psychologischen Auswirkungen von Städten auf ihre Bewohner zu einem wichtigen Wissenschaftsfeld. Je besser wir verstehen, wie Städte funktionieren und worauf Stadtplaner und Architekten achten müssen, um gesunde, zukunftsfähige und lebenswerte Städte zu schaffen, desto mehr profitieren die Menschen von ihrer Umgebung.

1. Grünanlagen steigern das Glücksempfinden von Menschen

Schon das Anschauen von Natur entspannt das autonome Nervensystem und wirkt sich positiv auf die kognitive Leistung von Menschen aus. Grünflächen in Städten stellen also ein einfaches und zugleich höchst wirksames Mittel dar, das Wohlempfinden von Stadtbewohnern zu erhöhen. Dazu sind keine Grünanlagen im Ausmaß des New Yorker Central Park nötig, sogenannte „Pocket Parks“ oder grüne Streifen neben der Straße reichen vollkommen.

2. Lange Pendelzeiten machen unzufrieden

Je weiter Menschen pendeln müssen, desto unglücklicher sind sie. Studien haben ergeben, dass Pendler zu Stoßzeiten unter größerem Stress leiden als Kampfpiloten. Wohngebiete sollten also eine gute Verkehrsanbindung besitzen und in der direkten Umgebung Arbeitsplätze, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen bieten.

3. Heimat entsteht durch Mitgestaltung

Der Erholungswert in der Stadt steigt, wenn die Menschen sich wohl fühlen. Wichtig dafür: Bürgerinnen und Bürger, die Lebensraum selbst mitzugestalten, identifizieren sich auch mit ihm. Je mehr Stadtbewohner bereits in die Planungsphase oder später in die Umsetzungs- und Nutzungsphase von Bauprojekten und ähnlichem eingebunden sind, desto wohler fühlen sie sich in ihrer Stadt.

4. Persönlicher Kontakt ist wichtig

Städte, die Berührungspunkte zwischen Menschen schaffen, haben glücklichere Einwohner. Das Vertrauen, dass wir in Nachbarn, Polizei, Ämter oder völlig Fremde unserer Stadt haben, beeinflusst wesentlich unser Wohlempfinden.

Städteplaner müssen diesen Aspekt berücksichtigen und offene, vernetzte Städte mit zahlreichen Begegnungsorten und gut angebundenen, lebendige Vororten schaffen. Die völlig anonymisierte Stadt ohne direkten Kontakt ist der Albtraum der Bewohner.

5. Abwechslungsreiche und freundliche Architektur steigert die Lebensqualität

Abfall, Graffiti und marode Gebäude in Städten, aber auch scharfe architektonische Ecken, blanke Wände und eintönige Gebäudefassaden haben negative Auswirkungen auf die Psyche der Menschen.

Straßen hingegen, die verschiedene Fassaden mit vielen Öffnungen und einer hohen Vielfalt an Gebäuden besitzen, ziehen mehr Menschen an und haben einen positiven Effekt auf ihre Stimmung. Eine „freundliche“, lebendige und abwechslungsreiche Architektur ist also essentiell für das Wohlbefinden.

Mehr über die Auswirkungen von Städten auf ihre Bewohner und über die oben genannten fünf Punkte erfahren Sie hier.

Um das Leben und die Mobilität in den Städten zu verbessern, arbeiten auch die Teams des Audi Urban Future Award 2014 an ganz verschiedenen Lösungen. Das mexikanische Team arbeitet zum Beispiel aktuell daran, Smartphones als wichtiges Werkzeug einzusetzen, um die täglichen Pendlerstaus zu vermeiden.

Eine App könnte die Menschen motivieren, zu verschiedenen Zeiten zur Arbeit zu fahren oder den Heimweg anzutreten. Um entsprechende Vorschläge zu erarbeiten, sammeln die Wissenschaftler in einem ersten Schritt Daten der Pendler.

In Seoul arbeitet das Team um den Designer Sung Gul Hwang an Ideen, die dem Auto erlauben, mit der Stadt und den anderen Verkehrsteilnehmern zu kommunizieren. In Zukunft könnte das Fahrzeug uns mit Gleichgesinnten zusammenbringen oder anzeigen, wenn der beste Freund gerade im Restaurant um die Ecke ist.

Die Audi Urban Future Initiative fördert den Dialog zwischen der Stadt, dem Automobil, der Wissenschaft und der Wirtschaft. Mehr zum Thema Urban Mobility lesen Sie hier.