Angela Merkel wird ohne Twitter zur Außenseiterin

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Angela Merkel wird langsam zur Außenseiterin. Nicht im europäischen Machtgefüge, das ist ein anderes Thema. Aber auf Twitter.

Das soziale Netzwerk gewinnt immer mehr an Bedeutung. Vor allem, wenn es um Nähe zu (jüngeren) Bürgern geht.

Die Bundeskanzlerin weigert sich aber nach wie vor, bei der 140-Zeichen-Kommunikation mitzumachen. Unter Spitzenpolitikern ist sie damit schon fast die Ausnahme. Das zeigt die Burson-Marsteller-Studie "Twiplomacy 2014“ mit unter anderem einem Ranking der Top-Politiker mit den meisten Followern.


Mehr als 83 Prozent der Regierungen von UN-Staaten sind auf Twitter vertreten, 68 Prozent ihrer Regierungschefs und Staatsoberhäupter pflegen einen persönlichen Account.

Die Studie zeigt auch, dass die Bundesrepublik in der Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen die einzige ist, in der weder Regierungschefin noch Staatsoberhaupt einen Twitter-Account besitzen.

Es passe zu Angela Merkels präsidialem Führungsstil, dass sie nicht twittere, sagt Christian Thams, Managing Director von Burson-Marsteller Berlin. "Dass Merkel das Twittern ihrem Regierungssprecher Steffen Seibert überlässt, wirkt mit Blick auf ihre Persönlichkeit und ihren Habitus authentisch."

Merkel kann es sich eben leisten. Aber sollte sie 2017 endlich mal einen Nachfolger bekommen, werde dieser wohl kaum um das Netzwerk herumkommen, sagt Thams. Na hoffentlich!

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