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9 erstaunliche wissenschaftliche Fakten über One-Night-Stands

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Zwei Menschen treffen sich nachts in einer Bar, finden einander attraktiv und landen zusammen im Bett. Zufall? Das Ergebnis eines spontanen sexuellen Verlangens?

Nein, dahinter steckt die Wissenschaft des One-Night-Stands. Psychologen, Anthropologen und Evolutionsbiologen haben untersucht, wer mit wem und warum in der Kiste landet.

1) Frauen mit breiten Hüften haben öfter One-Night-Stands
Das will ein Anthropologe herausgefunden haben, der bei 148 jungen Frauen den Hüftumfang maß und sie zu ihrem Sexleben befragte. Das Ergebnis: Die Frauen mit einer Hüftbreite von über 36 Zentimetern haben häufiger wechselnde Partner. Die umstrittene evolutionsbiologische Erklärung: Wegen des breiten Beckens haben sie instinktiv weniger Angst vor einer Geburt.

2) Es gibt ein Gen für One-Night Stands
Der Dopamin-Rezeptor D4 (DRD4) soll Schuld an promiskuitivem Verhalten sein.
Forscher der State University of New York haben 181 junge Menschen nach ihrem Sexleben befragt und die Ergebnisse mit dem DRD4-Haushalt der Probanden verglichen. Menschen mit einem hohen Dopamin-Level gehen öfter Risiken ein, offenbar auch bei der Liebe. Die Wissenschaftler räumen aber ein, dass nicht nur die Gene für das sexuelle Verhalten verantwortlich sind.

3) Menschen, denen es psychisch schlecht geht, haben öfter One-Night-Stands
Wer als Teenager an Depressionen und Selbstmordgedanken litt, hat als junger Erwachsener öfter Sex mit wechselnden Partnern. Das zeigte eine Studie, die ein Team amerikanischer Psychologen unter 10.000 College-Studenten durchführte. Laut der Studie werden One-Night-Stands außerdem eher mit psychischem Stress als mit Wohlbefinden assoziiert.

4) Frauen kommen bei unverbindlichem Sex seltener zum Orgasmus
Wilder, unverbindlicher Sex klingt aufregend, aber für Frauen ist ein One-Night-Stand oft unbefriedigend. Laut Untersuchungen der Indiana University haben Frauen bei flüchtigem Sex seltener einen Höhepunkt als mit einem festen Partner. Der vermutete Grund: Männer achten beim One-Night-Stand nicht so stark auf die Bedürfnisse der Sexpartnerin. Und die traut sich in der Hitze des Gefechtes oft nicht, ihre Bedürfnisse zu artikulieren.

5) Lust ist ins Gesicht geschrieben
Männer mit besonders „männlichen“ Gesichtern und Frauen, die besonders „weiblich“ aussehen, wirken offen für One-Night-Stands. Das wollen britische Forscher herausgefunden haben, indem sie Versuchsperson verschiedene Gesichter zeigten. Ob die zu den Gesichtern gehörigen Personen tatsächlich besonders promiskuitiv waren, wird in der Studie nicht gesagt.

6) Frauen mit Piepsstimmen haben bessere Chancen
Männer wählen offenbar lieber Frauen mit hohen Stimmen für einen One-Night-Stand. Anthropologen der Pennsylvania State University spielten Männern Tonbänder mit Frauenstimmen in verschiedenen Tonlagen vor. Frauen mit Piepsstimmen werden von den Männern unterschwellig als jung, gesund und fruchtbar wahrgenommen.

7) Frauen sind wählerischer als Männer
Psychologen der Brunel University in London legten 427 männlichen und 433 weiblichen Studenten einen Fragebogen vor. Sie sollten entscheiden, wie sie „besonders attraktiven“, „mäßig attraktiven“ und „unattraktiven“ Vertretern des anderen Geschlechts auf folgende drei Fragen antworten würden:

1. "Willst du mit mir ausgehen?"
2. "Kommst du mit in meine Wohnung?"
3. "Willst du mit mir schlafen?"

Die Frauen würden fast nur bei den besonders attraktiven Männern mit "ja" antworten. Die männlichen Probanden wären weniger anspruchsvoll.

8) Frauen wollen Bad Boys, Männer unterwürfige Frauen
Achtung Männer: Wer eine Frau aufreißen will, sollte beim ersten Kontakt nicht lächeln. Psychologen aus Vancouver zeigten Frauen Bilder von freundlich lachenden Männern und angeberisch schauenden Machos. Die Frauen fanden die Angeber sexuell interessanter. Bei Männern wirkt dies genau andersherum. Sie fanden lächelnde Frauen attraktiver. Die Interpretation der Forscher: Frauen nehmen dominante Männer evolutionsbedingt als starke Ernährer wahr, lächelnde Frauen wirken auf Männer unterwürfig.

9) Männer und Frauen fühlen sich nach dem Sex anders
Männer fühlen sich am Morgen danach gut, Frauen schlecht. Das hat die englische Psychologin Anne Campbell in einer Befragung herausgefunden. Sie befragte 3300 Menschen zwischen 17 und 40 Jahren zu ihren Gefühlen nach dem One-Night-Stand. 80 Prozent der Männer fühlten sich ausschließlich positiv, von den Frauen hingegen nur 54 Prozent. Die befragten Frauen fühlten sich häufiger „benutzt“, obwohl sie keine dauerhafte Partnerschaft mit dem Sexpartner anstrebten.

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