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03/06/2014 06:34 CEST | Aktualisiert 03/06/2014 06:53 CEST

Die dunkle Seite des Internets: Cyber-Kriminalität steigt

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90 Prozent der Verbrechen im Netz bleiben unaufgeklärt

Die Internetkriminalität in Deutschland ist nach einem Zeitungsbericht so hoch wie nie. Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg (0,7 Prozent) auf nunmehr 64 426 Fälle von Kriminalität mit "Informations- und Kommunikationstechnik", schreibt die "Welt" unter Berufung auf die Kriminalstatistik für das Jahr 2013. Das sei ein Rekordwert. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) stellt die Statistik offiziell an diesem Mittwoch vor.

Nach Angaben der Zeitung werden nur 25 Prozent der Fälle im Bereich Internetkriminalität aufgeklärt. Besonders enorm sei der Anstieg der Straftaten bei der Computersabotage um 17,6 Prozent auf 12 766 Fälle. Darunter fällt das Zerstören von fremder Soft- und Hardware oder das Verändern von Daten. Beim Ausspähen und Abfangen von Daten ging die Zahl hingegen um 5,3 Prozent auf 15 909 Fälle zurück.

In vielen Dienststellen haben Ermittler keinen Internetzugang

Experten gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass nur etwa zehn Prozent der Internetstraftaten bekannt werden. Bei manchen Bürgern ist die Scham über die eigene Dummheit und Gier das treibende Motiv des Schweigens. Denn wer gesteht schon gerne, Tausende Euro versenkt zu haben “, sagte Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, der „Welt“.

Einen kuriosen Grund für die vielen nicht aufgeklärten Verbrechen nennt André Schulz, der Vorsitzende vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), der „Welt“: „In vielen Dienststellen haben die Ermittler immer noch keinen oder einen sehr langsamen Internetzugang.“

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