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Schweizer Politikerin fordert "Recht auf gleich große Brüste" für Bruskrebspatientinnen

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BRUSTKREBS
Eine Frau tastet ihre Brust nach Knoten ab (Symbolbild). | Shutterstock

Wenn bei Brustkrebs-Patientinnen Tumorgewebe entfernt wird, hat dies oft zur Folge, dass eine Brust nach der OP viel kleiner ist als die andere. Betroffene Frauen wünschen sich daher vielfach eine Asymmetriekorrektur, eine Operation, die die Brüste in der Größe wieder angleicht.

In der Schweiz falle eine solche Operation bei den gesetzlichen Krankenkassen meistens in die Kategorie der Schönheits-OPs und werde nicht bezahlt, berichtet das Nachrichtenportal 20 Minuten online.

Asymmetrie-Korrektur als Pflichtleistung

Margret Kiener Nellen will das ändern. Die Berner sozialdemokratische Nationalrätin hat letzte Woche eine breit überparteilich unterstützte Motion eingereicht, die die Asymmetrie-Korrektur als Pflichtleistung im Schweizer Krankenversicherungsgesetz verankern will. "Es darf nicht sein, dass nur Frauen mit Geld oder einer Rechtsschutzversicherung Anrecht auf gleich große Brüste haben", wird sie von der Newsseite zitiert.

In Deutschland entscheiden die gesetzlichen Krankenkassen von Fall zu Fall, die Ausprägung der Asymmetrie ist entscheidend: Eine Patientin müsse laut dem GKV-Spitzenverband an einer "Abweichung vom Regelfall leiden, die anatomisch entstellend wirkt", damit der Eingriff bezahlt wird, sagte eine Sprecherin des bundesweiten Verbands der Krankenkassen der Huffington Post.

Asymmetrie-Korrektur ist nicht gleich Asymmetrie-Korrektur

Da eine Asymmetrie-Korrektur mit verschiedenen Eingriffen behoben werden kann, wird sich die Umsetzung der Motion schwierig gestalten: Eine Brustasymmetrie lasse sich je nach Befund durch eine Vergrößerung, eine Verkleinerung, eine Bruststraffung und/oder eine Brustwarzenkorrektur behandeln, schreibt die auf plastische Chirurgie spezialisierte Praxisklinik Brahmsallee auf ihrer Homepage.

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