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Stimmzettel-Jagd: Die Krim-Krise gibt es jetzt als Computerspiel

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PUTIN
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Jeder militärische Konflikt kommt irgendwann zurück in deutsche Wohnzimmer. Zumindest als Computerspiel. Die Zahl der Weltkriegsshooter ist mittlerweile kaum mehr zu erfassen, auch zum Afghanistankrieg sind bereits Spiele auf den Markt gekommen.

Mit "Put(e)in - Die Stimmzetteljagd" ist jetzt das wohl erste deutsche Spiel zur Krim-Krise erschienen. Statt eines russischen Adlers steuert man die namensgebende Pute durch eine grüne Landschaft voller Ja- und Nein-Stimmzettel.

Für Unabhängigkeits-Stimmen gibt es Punkte, für die roten Pro-Ukraine-Zettel werden Punkte abgezogen. Das Spiel ist kaum mehr als ein lustiger Timewaster, mit ein bisschen Übung hat man das Game in einer halben Stunde durchgespielt. Amüsant: Zwischendrin muss man einer Merkel- und einer Obamafigur ausweichen. Berührt man sie, liegt die Pute am Boden, und das Spiel ist zu Ende.

Das alles könnte satirisches Potenzial haben, wenn der Aufbau nicht allzu simpel und die Witze etwas zu fad geraten wären. Für politisch Interessierte dürfte das Spiel mindestens eine Spur zu flach sein. Zudem macht die Steuerung Probleme: An mindestens einer Stelle lauert wegen des hohen Tempos enormes Frustrationspotenzial.

Fazit: Eine nette Unterhaltung für eine längere U-Bahn-Fahrt. Als Statement zur aktuellen politischen Situation in der Ukraine taugt es allerdings keineswegs.

 
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