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Zalando-Kundin ergaunert sich mit dreistem Trick Klamotten

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Zalando wertet die Betrugsmasche als Einzelfall. | Shutterstock

Kleider im Wert von hunderten von Euro bestellen und keinen Cent dafür zahlen: Eine Schweizer Zalando-Kundin macht genau das mit einer dreisten Masche, berichtet die Zeitung "Tagesanzeiger". Die Zürcherin suche sich in der Stadt unbenutzte Briefkästen und beklebe sie mit Pseudonymen, Sandra Krämer zum Beispiel.

Unter diesem Fantasienamen eröffnet sie dem Bericht zufolge dann neues Kunden-Konto bei Zalando, die IP-Adresse ihres Computers verschlüsselt sie mit einer Software. Die Schweizerin füllt ihren virtuellen Einkaufskorb und bestellt auf Rechnung. Ein paar Tage vergehen, dann kommt der Postbote. Weil bei der vermeintlichen Sandra Krämer niemand öffnet, legt er den Paket-Abholschein in den Briefkasten und hinterlegt das Paket bei der nächsten Poststelle.

Abholschein aus dem Briefkasten fischen

Auf diesen Moment hat die Zürcherin gewartet: Sie fischt sich den Schein aus dem Briefkasten und holt ihre Bestellung bei der Poststelle ab. Einen Ausweis zu zeigen braucht sie dem Bericht zufolge bei der Schweizer Post nicht. Bezahlen wird sie nie.

Zalando ist der Betrügerin bis heute nicht auf die Schliche gekommen. Der deutsche Mediensprecher des Versandhauses spricht von einem Einzelfall, die Masche der Zürcherin sei ihm unbekannt gewesen: "Wir wissen von Fällen, bei denen Betrüger unter anderem Ausweise fälschen, stehlen oder kopieren und sich damit Zugriff auf Bestellungen verschaffen", sagte er der Zeitung.

Cyberkriminalität ist Thema bei Zalando

Wie viele solche Einzelfälle es gibt oder wie oft Rechnungen nicht bezahlt werden, will Europas größter Modehändler nicht verraten. Auch über Geschäftszahlen schweigt sich die Firma aus. Wie groß das Ausmaß auch ist, Cyberkriminalität scheint intern ein Thema zu sein. Um sich vor betrügerischen Kunden zu schützen, setzt Zalando auf Bonitätsprüfungen, die Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden und Weiterbildungen.

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