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Diese 13 Gewohnheiten verursachen unbewusst Stress in Ihrem Alltag

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STRESS
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Jetzt ist mal wieder die Jahreszeit gekommen, in der die Nerven blank liegen, denn für viele Menschen bedeuten die Feiertage Stress pur. Häufig sind sie jedoch selbst daran schuld. Natürlich betreiben wir in den seltensten Fällen gezielte Selbstsabotage, aber es gibt dennoch bestimmte Verhaltensweisen, mit denen wir uns das Leben unbewusst unnötig schwer machen.

Atmen Sie einmal tief durch und werfen Sie in aller Ruhe einen Blick auf unsere Liste. Vielleicht sind Sie ja aus einem der folgenden Gründe gestresst:

1. Sie haben heute noch nicht gelacht

Wenn Sie sich nicht daran erinnern könnten, wann Sie das letzte Mal Tränen gelacht haben, sollten Sie Ihr Leben einmal gründlich überdenken. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Lachen Stress reduziert, die Durchblutung fördert, die Muskulatur entspannt, das Immunsystem anregt und Schmerzen lindert.

2. Sie treiben keinen Sport

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In einer Untersuchung zur Stressreaktion von Mäusen auf ein Kaltwasserbad stellte sich heraus, dass Tiere, die zuvor körperlich aktiv waren, nur ein kurzes Stressverhalten zeigen und anschließend wieder in den Ruhezustand zurückkehren. Dies legt den Schluss nahe, dass das Gehirn nach körperlicher Aktivität besser mit Stress umgehen kann. Regelmäßiger (nicht nur dann, wenn Sie gerade Lust haben) Sport hilft Ihnen dabei, Stress abzubauen. Außerdem werden Sie sich nicht nur besser fühlen, sondern auch wieder in Ihre alten Jeans passen.

3. Sie hören die falsche Musik

Viele Studien belegen die entspannende Wirkung von Musik. Dabei ist jedoch der individuelle Musikgeschmack zu berücksichtigen. Ihr Klavierlehrer mag bei Debussy relaxen, während Sie mit den Cranberries an einen Ort der Tiefenentspannung gelangen. Sie wissen am besten, was Ihnen guttut.

4. Sie spülen das Geschirr „morgen“

Hand aufs Herz: Wie ordentlich sind Sie? Waren Sie der Schrecken jeder WG-Küche? Findet man bei Ihnen häufiger mal eine halbverfaulte Bananenschale unter einem Stapel Werbung auf dem Kühlschrank? Gleicht Ihr Auto einer Wertstofftonne? Mehr Ordnung in sein Leben zu bringen wird Stress zwar nicht in Luft auflösen, aber es gibt Hinweise darauf, dass eine aufgeräumte Umgebung den Stresslevel senkt.

5. Sie haben nicht genug Sex

Falls Sie sich gerade über etwas aufregen, steht Ihnen der Sinn vermutlich nicht nach Sex – sollte es aber! Denn Sex ist das angenehmste Anti-Stressmittel auf dieser Liste. Denn Sex ist nicht nur ein ordentliches Work-out (heißt ja nicht umsonst MatratzenSPORT), sondern wirkt auch äußerst entspannend. Forscher der Universität Princeton fanden heraus, dass Ratten, die täglich Sex haben durften, geringere Stresshormonspiegel zeigten. Außerdem ist schon länger bekannt, dass Zwergschimpansen sexuell aktiv werden, um Stress abzubauen.

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6. Sie atmen falsch

Eine schnelle Atmung ist eine natürliche Reaktion auf Stressfaktoren. Dies ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn man gerade vor einem Säbelzahntiger flieht. In allen anderen Fällen ist Hyperventilieren eher kontraproduktiv. Suchen Sie nach einer für Sie geeigneten Atemübung und greifen Sie darauf zurück, wenn es mal wieder unrund läuft.

7. Sie wollen sich dem Stress stellen

Ein durchaus ehrenwerter Versuch. In Wirklichkeit können Sie jedoch – bis zu einem gewissen Grad – einfach alles vermeiden, was an Ihren Nerven zerrt. Sie mögen keine Menschenmengen? Dann gehen Sie einfach samstagvormittags nicht mehr einkaufen. Experten der Mayo Clinic sind der Ansicht, dass Sie zum Beispiel bestimmte Leute komplett vermeiden sollten. Was Sie vermutlich eh schon tun. Aber jetzt müssen Sie sich nicht mehr schuldig fühlen, wenn Sie einen großen Bogen um den Kollegen mit dem fiesen Mundgeruch machen.

8. Sie sagen nichts Nettes zu sich selbst

Sich immer wieder gut zureden („Alles wird gut“, „Ich werde das Baby nicht fallen lassen“) trägt erwiesenermaßen zur Beruhigung der Nerven bei. Ihr Gehirn ist ein äußerst leistungsfähiges Werkzeug. Also benutzen Sie es auch.

9. Sie schlafen schlecht

Wenn es mal wieder weit nach Mitternacht ist und Sie am nächsten Tag früh rausmüssen, wird es höchste Zeit, sich aus Watchever auszuloggen und NICHT noch eine weitere Folge anzusehen. Wer für regelmäßigen, gesunden Schlaf sorgt, verringert nicht nur sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einige Krebsarten und andere chronische Gesundheitsprobleme, sondern gewinnt auch eine positivere Sichtweise auf sich selbst und das eigene Leben.

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10. Zeitmanagement ist ein Ziel, das Sie noch nicht erreicht haben

Wird Ihnen schon beim Gedanken daran schlecht, wie viele Dinge Sie jeden Tag erledigen müssen? Dann sollten Sie einmal in Ruhe überlegen, wie viel Zeit jede einzelne Aufgabe in Anspruch nimmt. Den Tag im Voraus zu planen und die einzelnen Aufgaben ihrer Wichtigkeit nach anzugehen kann Ihnen dabei helfen, Ihre Zeit und damit auch Ihr Leben besser im Griff zu haben. Wenn Sie zum Beispiel gern beim Internetsurfen die Zeit vergessen, verrät Ihnen diese Chrome-Erweiterung, wie lange Sie auf den einzelnen Websites waren.

11. Sie sagen zu häufig „ja“

Es ist völlig in Ordnung, ab und an auch mal „nein“ zu sagen, um sich von ein paar Verpflichtungen zu befreien. Nein, Sie können Ihre Cousine nicht zum Flughafen fahren, weil Sie schon seit Wochen ein Abendessen mit Freunden geplant hatten. Nein, Sie können keinen Christstollen für die Weihnachtsfeier im Büro backen, weil Sie keine Zeit dafür haben. Und Ihnen kandierte Früchte und Rosinen ein Graus sind. Was allein schon Grund genug wäre.

12. Sie sind untrennbar mit Ihrem Telefon verbunden

Untersuchungen zeigen, dass der Druck, umgehend auf E-Mails, SMS, Telefonanrufe und Statusmeldungen reagieren zu müssen, manchmal einfach zu viel werden kann. Daher ist es durchaus sinnvoll, jeden Tag für eine bestimmte Zeit den Computer und das Telefon einfach abzuschalten.

13. Sie haben gerade ein wichtiges Ziel erreicht

… und sind trotzdem immer noch total gestresst. Wie ärgerlich! Wissenschaftler fanden heraus, dass Studenten, die altruistische Ziele verfolgten, also Ziele, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch anderen zugutekamen, seltener nach deren Erreichen gestresst waren als Studenten, die rein egoistische Ziele verfolgten. Mit anderen Worten: Wer zu einem besseren Menschen wird, fühlt sich wahrscheinlich auch besser.

Wer eine extra Portion Anti-Stress benötigt, sollte einfach mal etwas Zeit mit seinem Haustier verbringen. Dann sieht die Welt gleich viel besser aus.

Filed by Sebastian Matthes